Riester Rente

 

Die Veränderungen im Altersaufbau der Gesellschaft führen zu einer drastischen Veränderung der Altersvorsorge. Das Verhältnis Beitragszahler zu Rentner verschiebt sich immer mehr zu ungunsten der Gesetzlichen Rentenkassen. 1950 gab es etwa 15 % über 60 Jährige an der Bevölkerung. Im Jahr 2001 waren es über 24 %. Dazu kommt, dass die Deutschen immer älter werden. 1960 wurde die Altersrente etwa 10 Jahre bezogen. Heute sind es bei Männern 14,5 und bei Frauen 18,8 Jahre.


Auch durch Beitragserhöhungen und Erhöhung des Renteneintrittsalters wird die gesetzliche Rente weiter sinken. In 20 Jahren soll sie bei etwa 40 % vom letzten Verdienst liegen. Nur mit rechtzeitiger privater Altersvorsorge kann das Lebensniveau im Alter noch gesichert werden. Wer das nicht tut, dem droht Altersarmut. Vom Staat gibt es mehrere geförderte Modelle der freiwilligen privaten Altersvorsorge.

Infos zur Riester Altersvorsorge 


Für Arbeitnehmer und Familien mit Kindern steht hier die Riester Rente weit vorn. Dazu kann der Arbeitnehmer einen zertifizierten Vertrag (Zertifikat des Bundesaufsichtsamtes für Versicherungswesen) abschließen und in eine Versicherung, einen Fond oder Banksparvertrag einzahlen. Vom Staat gibt es dazu eine Grundzulage und eine Zulage für jedes Kind. Wer 2007 3 % seines Bruttogehaltes einzahlt, erhält vom Staat bis zu 114 € Zuschuss und für jedes Kind noch einmal bis zu 138 €. Diese Summe erhöht sich stufenweise in den nächsten Jahren. Die Laufzeit des Vertrages kann so gewählt werden, dass die Rentenzahlung mit 60 Jahren beginnt. Einmalzahlungen sind nicht möglich.
Dieser zertifizierte Vertrag ist auch bei Harz IV oder Insolvenz sicher. Bei finanziellen Problemen gibt es die Möglichkeit, die Zahlungen teilweise oder ganz auszusetzen, wobei es dann auch keine Zuschüsse gibt.