Das Tagesgeldkonto wird wieder interessanter

 

Das Tagesgeldkonto nimmt in der Beliebtheit der Sparformen stetig zu. Als Produktangebot zwischen Girokonto und Festgeld kombiniert es die Vorteile dieser beiden und ist somit eine sehr interessante Alternative für alle Sparer, die großen Wert auf vernünftige Verzinsung mit hoher Sicherheit legen.

1. Die Vorteile
Die wichtigsten Vorteile im Überblick sind:

-Tägliche Verfügbarkeit
-Relativ gute Verzinsung (aktuell bis zu 3%)
-Viele Online-Angebote (Direktbanken)
-Sehr geringes Verlustrisiko


2. Aktuelle Konditionen
Derzeit wird das Tagesgeldkonto wieder wesentlich interessanter für Anleger, weil der Zinssatz durch die letzte EZB-Erhöhung ebenfalls angehoben wurde. So ist es derzeit möglich bei kleineren Regionalanbietern einen Zinssatz von 3% zu erzielen (PSD Bank RheinNeckarSaar eG, Produkt PSD Tagesgeld plus). Ansonsten liegt der Zinssatz bei den Direktbanken um die 2,5%. Wenn man sein Geld nicht lange binden möchte, stellt das Tagesgeld gegenüber dem Festgeld die bessere Alternative dar, da erst bei längerer Bindungszeit (ab 1 Jahr) der Zinssatz beim Festgeld unwesentlich höher ist.

3. Auf welche Kriterien sollte man zusätzlich achten
Neben dem Zinssatz sollte man bei der Wahl eines Tagesgeldkontos unbedingt auf folgende Kriterien achten:

Zinsperiode
Die Häufigkeit der Verzinsung ist für den Ertrag entscheidend. Je häufiger Zinsen berechnet und ausgeschüttet werden, desto höher der Gesamtertrag, weil dann der Zinseszinseffekt zum Tragen kommt. Hier gehen die Spannen der einzelnen Anbieter weit auseinander -- von der monatlichen (z.B. bei Volkswagen Bank oder AKF Bank) bis hin zur jährlichen Zinsgutschrift (z.B. bei der Bank of Scotland oder der ING-Diba).

Zinsgarantie
Möchte man sein Geld länger auf einem Tagesgeldkonto liegen lassen, ist eine Zinsgarantie von Vorteil. Der Zinssatz auf einem Tagesgeld ist nicht gebunden wie bei einem Festgeld und kann damit sowohl nach oben wie auch nach unten schwanken. Die Banken passen den Zinssatz einfach abhängig von der allgemeinen Zinslage an. Es gibt jedoch auch Angebote, wo der Zins zumindest für einige Monate von der Bank garantiert wird. Z.B. bietet die Cortal Consors Bank eine 12-monatige Zinsbindung für Neukunden an.

Anlageobergrenze
Einige Banken bieten zwar einen sehr guten Zinssatz an; dieser ist jedoch auf einen bestimmten Anlagebetrag beschränkt. Darüber hinaus bekommt man dann meist sehr geringe Zinsen. Beim Angebot von Wüstenrot ist der gute Zinssatz bis 10.000 EUR begrenzt.

Einlagensicherung

Ein wichtiges Kriterium für die Wahl des richtigen Anbieters ist die Einlagensicherung. Hier ist darauf zu achten, ob die Einlagensicherung für den Anlagebetrag ausreicht. Während Töchter von ausländischen Banken unter die ausländische Einlagensicherung fallen, sind deutsche Banken meist Mitglied im Einlagensicherungsfonds, der sehr hohe Beträge im Falle der Bankeninsolvenz absichert. Wenn man sicher gehen möchte, kann man beim Bankenverband online die Sicherungsgrenze abfragen (www.bankenverband.de).

Zusatzbedingungen

Beim Abschluss eines Tagesgeldkontos sollte man auch die Details vergleichen. Da gibt es Angebote nur für Neukunden (z.B. Cortal Consors), Barbehebungsmöglichkeiten an bestimmten Geldautomaten (z.B. Targo Bank) oder auch kostenfreie Kontoführung (nahezu alle Direktbanken). Es lohnt sich also auch die Details zu prüfen.

 

4. Der Vergleich

Wenn man die Angebote der Banken gut vergleichen möchte, bieten sich die Vergleichsportale im Internet an. Hier bekommt man detaillierte Übersichten und kann auch auf seine Anlagesumme einschränken und so die besten Angebote schnell und unkompliziert ermitteln. Beispielhaft zu erwähnten sind hier tagesgeld-konto.org, geldanlagen.de oder konten-check24.de.