Nachteile des Termingelds

 

Bei einer Termingeldanlage handelt es sich um eine Spareinlage, die einem Kreditinstitut für die Dauer einer bestimmten Laufzeit gegen Zinsen zur Verfügung gestellt wird. Die Spareinlage wird auf einem Konto eingezahlt, das bis zum Ablauf der vertraglich festgesetzten Frist für den Kunden nicht zugänglich ist. Sollte der Kontoinhaber auf Grund einer wirtschaftlichen Notlage o.ä. vorzeitig über das Termingeld verfügen müssen, werden die Zinsen gekürzt oder vollkommen eingebehalten. Aus diesem Grund ist die Investition in eine Termineinlage für Kunden, die auf die jederzeitige Verfügbarkeit ihrer Anlage Wert legen, nicht geeignet. Der Zinssatz für die Termingeldanlage orientiert sich am aktuellen Marktzinsniveau. Es kann vorkommen, dass der Zinssatz nach Einrichtung des Termingeldkontos weiter steigt. In diesem Falle wäre der Anleger benachteiligt, da er auf den zum Zeitpunkt des Abschlußes niedrigeren Zinssatz festgelegt ist.

 

Desweiteren bietet eine Termingeldanlage gegenüber anderen Geldanlagen wie z.B. dem Investmentsparen nur geringe Ertragsmöglichkeiten. Ein anderer Nachteil der Termingeldanlage ist der drohende Wertverlust der Einlage auf Grund einer veränderlichen Inflation, die nicht durch eine einkalkulierte Dynamik ausgeglichen werden kann.
Bei der Termingeldanlage besteht die Möglichkeit im voraus zu entscheiden, ob die Anlagedauer nach Ablauf der Frist verlängert werden soll. Sofern sich der Kunde für die automatische Prolongation entscheidet und nicht bei Fälligkeit verfügt, wird der Vertrag von neuem wirksam und die Anlagefrist beginnt von neuem. So ist er erneut vertraglich gebunden und kann nicht über die Spareinlage verfügen. Je nach Anbieter kann die Anlagedauer zwischen 6 und 60 Monaten betragen.