Liquiditätsplanung – Wichtiges Element der unternehmerischen Arbeit

 

 

Allgemein gesehen bedeutet der Begriff Liquidität die Fähigkeit, am Markt ein Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes zu tauschen. Mindestens eines der beiden Wirtschaftgüter ist ein geldwertes Zahlungsmittel. Liquidität bezeichnet deshalb auch die Verfügbarkeit über genügend Zahlungsmittel. Neben dieser Verfügbarkeit muss aber auch ein Tauschpartner gefunden werden, welcher die gewünschte Transaktion gegen Geld abwickelt.

In der Betriebswirtschaftslehre ist Liquidität die Fähigkeit, seinen zwingend fälligen Verbindlichkeiten jederzeit und uneingeschränkt nachkommen zu können. Liquiditätsplanung bezeichnet daher den Plan eines Unternehmens, die laufenden Kosten und fälligen Rechnungen bezahlen zu können. Kurz, Unternehmen müssen liquide sein. Factoring bietet eine gute Möglichkeit um die Liquidität eines Unternehmens zu erhöhen. Eine gute Liquiditätsplanung ist hier von großer Notwendigkeit. Doch auch ein rentabel arbeitender Betrieb kann zahlungsunfähig werden. Es brauchen nur einige Kunden später als erwartet zu bezahlen oder gar ein Großkunde komplett auszufallen. Häufige Folgen sind dann Liquiditätsschwierigkeiten und auch der Liquiditätsplan kann nicht mehr hundertprozentig eingehalten werden.

Mangelnde Liquidität ist neben einer zu geringen Eigenkapitalsdecke bzw. Überschuldung die häufigste Insolvenzursache bei Unternehmungen. Mangelnde Liquidität tritt häufig überraschend ein, wenn im Unternehmen nur eine unzureichende Liquiditätsplanung durchgeführt wird. Gelegentlich wird die mangelnde Liquidität von der Führung des Unternehmens noch eine Weile verschwiegen und abgewickelt, um das Unternehmen selbst zu retten. So werden dann nur noch die allerwichtigsten Verpflichtungen beglichen, Skontomöglichkeiten nicht ausgenutzt, Geschäftskonten über die Kreditlinie hinaus überzogen oder Umsatzsteuern nicht abgeführt, und die Mitarbeiter erhalten ihren Lohn nicht mehr pünktlich. Diese Politik führt jedoch durch höhere Kosten zu einer immer schlechter werdenden Bonität, die ihrerseits die Liquidität in der Zukunft weiter gefährdet und letztlich zu Illiquidität (Zahlungsunfähigkeit) führt.



Zu hohe Liquidität bedingt hingegen Rentabilitätseinbußen. Wer Gelder zu üppig hortet, nicht oder nur schlecht investiert, dkann zwar in der Regel alle Zahlungsverpflichtungen leicht erfüllen, verzichtet aber zumindest auf die übliche Verzinsung oder verliert durch Inflation einen Teil seines Vermögens.
Ein Unternehmen sollte daher viel Zeit in die Liquiditätsplanung investieren, da davon auch der Erfolg des Unternehmens abhängen kann.

Einige vermuten, dass die Gewinnspannen in Zukunft immer kleiner werden und die Liquiditätsplanung und -steuerung daher künftig auch in Kleinbetrieben an Bedeutung gewinnen und letztlich immer stärker über das Überleben eines Betriebes mitentscheiden.

 

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