Berufsunfähigkeit im Alter

 

Seit der Gesetzgeber die herkömmliche, staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschafft und dafür die Erwerbsminderungsrente eingeführt hat, ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung für jeden Bürger notwendig geworden. Die volle Erwerbsminderungsrente, also die maximale Versorgung durch den Staat, liegt bei gerade einmal ca. 37% des letzten Nettoeinkommens, für die meisten Menschen deutlich zu wenig zum leben.
Mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung kann jeder Bürger sich gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit absichern und das in beliebiger Höhe. Die Leistungskriterien sind dabei zudem wesentlich besser als bei der Erwerbsminderungsrente, denn bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung zählt die Tatsache dass man SEINEN BERUF nicht mehr ausüben kann, bei der Erwerbsminderungsrente geht es um die allgemeine Fähigkeit einer Arbeit nachzugehen. Da private Berufsunfähigkeitsversicherungen stets bei einem privatwirtschaftlichen Versicherungsunternehmen abgeschlossen werden, wird allerdings auch nicht jeder aufgenommen.

 

Durch Gesundheitsfragen im Antrag will die Versicherung sicherstellen, dass niemand eine solche Versicherung abschließt, der bereits vorgeschädigt ist. Junge und gesunde Leute bekommen den niedrigsten Beitrag, ältere und gesunde Menschen einen höheren und kranke Menschen jeden Alters haben fast keine Chance aufgenommen zu werden - und wenn doch, dann nur mit erheblichen Zuschlägen.
Da der Beitrag den man bei Abschluss bekommen hat, in der Regel für die gesamte Versicherungsdauer besteht, ist es ratsam, eine solche Versicherung schon in jungen Jahren abzuschließen und nicht erst im Alter wenn die ersten Probleme absehbar sind. Gerade die Jahre ab etwa dem 60 Lebensjahr sind in der Prämie nahezu unbezahlbar. Auch junge Menschen zahlen dabei einen höheren Beitrag wenn sie sich bis 65 versichern als wenn sie sich nur bis 60 versichern - allerdings liegt den Mehrbeitrag hier meist noch im Rahmen.