Wer ein Studium aufnimmt, steht vor vielen wichtigen Entscheidungen. Welches Studienfach, welche Universität, welcher Abschluss? Bei so vielen Weichen, die für die Zukunft gestellt werden müssen, wird eine wichtige Frage oft vergessen: Welche Krankenversicherung soll ein Student wählen? Wer diesen Entschluss einmal gefasst hat, kann ihn nämlich für die gesamte Zeit seines Studiums nicht mehr revidieren.
Gesetzlich oder privat versichern?
Die gesetzliche Krankenversicherung muss jeden in Deutschland immatrikulierten Studenten aufnehmen - selbst, wenn dieser bisher über seine Eltern privat krankenversichert war. Entscheidet sich der Student aber, weiterhin bei der privaten Krankenversicherung zu bleiben, kann er nicht mehr in die gesetzliche Versicherung wechseln, bis er entweder einen versicherungspflichtigen Job annimmt oder arbeitslos wird. Bei der Einschreibung fordern die Universitäten daher eine offizielle Erklärung darüber, dass sich der Student bis zum Ende seines Studiums von der gesetzlichen Versicherung freistellen lässt.
Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung
Die Entscheidung, welche Versicherung ein Student wählen soll, ist nicht einfach: Die private Krankenversicherung ist zwar teurer - die meisten Tarife bewegen sich um 200 Euro -, bietet aber auch mehr Leistungen. So werden etwa Zuschüsse zu einer Brille gezahlt, mehr Vorsorgeleistungen übernommen und der Patient muss beim Arztbesuch keine Praxisgebühr zahlen. Die gesetzliche Versicherung ist für Studenten meist günstiger, da sie sich bis zum 25. Lebensjahr über die Familie mitversichern können und es bis zum 27. Lebensjahr günstigere Tarife für die eigene Versicherung gibt. Zudem besteht nach dem Studium nicht das Problem, wieder in die gesetzliche Versicherung hineinzukommen.