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Winterzeit ist Schlittschuhlauf-Zeit. Wenn die Seen aufgrund der anhaltenden Minusgrade eine dichte Eisfläche bilden, tummeln sich viele Schlittschuhläufer zum Freizeitspaß auf der gefrorenen Oberfläche. Schlittschuhlaufen ist ähnlich wie das sommerliche skating auf Inlinern eine Gleichgewichtsangelegenheit, die man am besten im Kindesalter erlernt. Es ist ein Freizeitsport, den man sowohl im Freien auf gefrorenen Flächen oder auch in Hallen auf Kunsteis genießen kann. In manchen Skigebieten werden auch künstlich angelegte Schlittschuhbahnen an der frischen Luft angeboten. Der Vorteil dieser Anlagen liegt eindeutig auf der Hand. Das Eis hat eine gute Konsistenz, die ca. alle zwei Stunden, mit Hilfe von Maschinen erneut aufbereitet wird, und es droht keine Gefahr, dass man, wie z.B. bei Naturseen, ins kalte Wasser stürzt. Das ist nämlich eine ernst zu nehmendes Risiko und deshalb sollte man auf diesen Seen nur in freigegebenen Zonen in Gruppen Schlittschuhlaufen. Denn wenn dann jemand an einer dünnen Stelle einbrechen sollte, können die anderen Hilfe holen und den Eingebrochenen bergen. Generell gilt, dass man Zonen mit viel Wasserpflanzen und Lufteinschließungen meiden sollte, da das Eis an diesen Stellen immer sehr dünn ist. Wenn aber trotz Sicherheitsmaßnahmen jemand eingestürzt ist, ist es kein leichtes Unterfangen, die Person zu bergen. Ein langsames Heranrobben an die Unfallstelle ist auch zu empfehlen, damit es zu keinen weiteren Einbrüchen kommt. Falls vorhanden, sollte man versuchen, den Eingebrochenen unter zu Hilfenahme eines Stockes aus dem Wasser zu ziehen. Ist der Verletzte geborgen, gilt es ihn warm zu halten, bis der Notarzt kommt. Auf keinen Fall sollte er das Bewusstsein verlieren, denn dann kann der Erfrierungsprozess schneller einsetzen. Befolgt man diese Regeln, kann der Verletzte selbst in einer Extremsituation noch einmal mit einem „Blauen Auge“ davon kommen. |
Wann genau die Menschen anfingen, sich auf dem Eis auf Schlittschuhen fortzubewegen, ist nicht eindeutig zu ermitteln. Es wurden Schlittschuhe aus Knochen gefunden, die 3000 v. Chr., damals vermutlich zur Jagd, im Einsatz waren. Denn nicht nur Fell und Fleisch sondern auch Knochen waren zur damaligen Zeit ein wichtiges Material, aus denen die Menschen verschiedenste Instrumente und Werkzeuge, vorwiegend für die Jagd, anfertigten. Die Schlittschuhe aus Tierknochen wurden in Russland, Skandinavien, Großbritannien, Deutschland und sogar in der Schweiz gefunden. Ureinwohner Sibiriens hingegen benutzten Walrosszähne, in China dienten Bambusruten zum Schlittschuhlaufen. Der Eiskunstlauf, die Kunstform dieser Fortbewegung, entwickelte sich erst Jahrtausende später. Skandinavische Sagen wie die Edda erzählen von Eisspielen unter dem norwegischen König Sigurd Jorsalfare. In der germanischen Mythologie waren es die Asen, die diese Kunstform des Schlittschuhlaufens perfekt beherrschten. Jedoch, mit Ausbreitung des Christentums wurde das Schlittschuhlaufen als heidnisch empfunden und schlichtweg untersagt. |