Mauwürfe Garten – Wenn die lästigen Biester das Gartenleben zur Hölle machen

 

Maulwürfe (Talpidae) werden unter den Säugetieren als Insektenfresser eingestuft. Die possierlichen Tierchen haben eine Kopfrumpflänge zwischen 6,3 und 21,5 cm. Ihr Gewicht liegt zwischen 9 und 170 g. Die Nase ist lang und kann sich rüsselartig bewegen. Ihre Verlaufsform ist entweder spitz oder abgeplattet. Je nach Art kann sie nackt oder behaart sein. Maulwürfe haben sehr kleine Augen, ihre Ohrmuschel ist entweder ebenfalls recht klein oder gar nicht vorhanden. Maulwürfe verfügen über einen walzenförmigen Körperbau. Das samtartige Fell der Maulwürfe besteht meist aus weichen kurzen Haaren. Sie verfügen über die Fähigkeit, sich in ihren Gängen nicht nur vorwärts sondern auch rückwärts bewegen zu können. Damit sie diese Gänge unter der Erde anlegen können, sind sie mit schaufelartigen Händen ausgestattet, mit denen sie sich ihre Wege gezielt frei graben können. Ein Maulwurf verfügt über 32 bis 44 Zähne.

Maulwürfe sind meist Einzelgänger. Nur wenige Arten teilen sich ihre Gangsysteme und dulden Artgenossen nur, wenn ausreichend Nahrung in ihrem Gebiet vorhanden ist. Die Fortpflanzung kann wahlweise unter oder oberhalb der Erde stattfinden. Die Methode der Fortpflanzung unter der Erde dient vorwiegend dazu, sich vor Überfällen von Fressfeinden während des Geschlechtaktes zu schützen. Auf dem Speiseplan der Maulwürfe stehen neben Insektenlarven auch Regenwürmer, Laubkäfer und Nacktschnecken.

Durch ihre Gräben mit den dazugehörigen Maulwurfshügeln werden sie in Gärten und Rasenanlagen in erster Linie als Störfaktor betrachtet. Sein System aus Röhren untergräbt den Boden einer Rasenfläche und zerstört die Grasnarbe. Sie scharren sich Gänge durch den Boden und werfen dabei die typischen Maulwurfhügel auf. Neben der Wohnung, der Nestkammer und der Vorratskammer gibt es im unterirdischen Gängesystem eines Maulwurfs auch eine sogenannte Jagdröhre, die wie der Name schon sagt, dem Maulwurf zum jagen dient.

Manchmal richten Maulwürfe sogar großen Schaden an Bäumen an. Untergräbt ein Maulwurf die Wurzeln eines Baumes gelingt es den Wühlmäusen besser, an dessen Wurzeln zu kommen. Denn die Wurzeln eines Baumes stehen bei den Wühlmäusen ganz oben auf dem Speiseplan. Um daher den unerwünschten Mitbewohner aus dem Garten zu vertreiben, werden in Gartencentern mehrere Variationen vom Gift bis zur Maulwurfsfalle angeboten.