Pelletsöfen - Umwelt- und benutzerfreundlich!

 

Bei Pelletsöfen handelt es sich um spezielle umweltfreundliche Öfen, die nicht auf der Basis von umweltbelastenden Brennmaterialen wie Kohle oder Öl heizen, sondern durch die Verbrennung von Pellets. Doch was genau sind aber Pellets? Das in den Pelletsöfen verfeuerte Material ist nichts anderes als Holz, das in der Pelletieranlage zu Stäbchen gepresst wird. Wobei es sich nicht etwa um Holz handelt, welches extra gefällt wurde, sondern um umweltfreundliche Späne oder Hobel, die ohnehin anfallen und ansonsten weggeworfen würden. So kann man sie aber effektiv nutzen.  Allerdings ist nicht jedes Holz für Peletsöfen gleich gut geeignet. Die Deutsche Industrienorm DIN 51731 macht hier sehr genaue Auflagen. Ein weiterer positiver Aspekt besteht darin, dass der Brennstoff nicht endlos durch die Republik transportiert werden muss, sondern in aller Regel aus großen Säge- und Hobelwerken in der näheren Umgebung kommt.


Pelletsöfen kann man ganz nach Bedarf und Haushalt als Zentralheizung oder Einzelöfen nutzen. Da sie eine Heizkraft von bis zu 30 kW erreichen können, kommen Pelletsöfen vor allem in Häusern zum Einsatz, in denen ein bis zwei Parteien leben. Trotzdem stellt auch das Wärmen größerer Wohneinheiten kein Problem dar, wenn man mehrere Pelletsöfen in Reihe schaltet. Die Funktionsweise ist dabei ebenso einfach wie effektiv. Durch die Verbrennung in den Pelletsöfen wird Wärme frei, welche genutzt wird, um zu heizen. Man muss lediglich darauf achten, dass eine Rückbrandsicherung eingebaut ist.  Sonst könnte es zu einem fatalen Übergreifen der Wärme auf den Pelletsvorrat kommen, was letztendlich zu einem Wohnungsbrand führen würde.

Ein weiterer großer Vorteil von Pelletöfen besteht in ihrer hohen Benutzerfreundlichkeit. Was wie eine Menge Arbeit klingen mag, ist in Wahrheit extrem einfach zu handhaben. Die meisten Pelletsöfen funktionieren vollautomatisch und müssen daher lediglich ein oder zweimal pro Jahr gereinigt werden. Ansonsten sind sie so zuverlässig wie andere Systeme, allerdings viel umwelt- und geruchsfreundlicher.


Ursprünglich wurden Pelletsöfen in den 1980er Jahren in Kanada, Österreich und Skandinavien entwickelt. Mittlerweile werden sie aber auch in Deutschland eingesetzt. Seit 1999 wurden hierzulande etwa 70.000 Pelletsöfen in Betrieb genommen, was im Winter 2006 prompt Lieferengpässe führte. Letzteres war auch ein Grund dafür, weshalb die Suche nach anderen, ähnlich umweltfreundlichen Brennstoffen weitergeht.  Alternativ zu den Holzpellets versucht man gerade, Energiegetreide zu verbrennen.