Tapezieren - Kein Hexenwerk, aber klebrig!

 

Unter dem Begriff Tapezieren versteht man eine sehr alte Technik ,mit der Bahnen aus Papier an die Wände eines Zimmers geklebt werden. Auch heute noch werden die Wände in der Regel tapeziert.

Im 16. Jahrhundert kamen Tapeten aus Papier nach Europa und lösten nach und nach die aufwändigeren Wandtattoos aus Stoff oder Leder ab. In Deutschland wurden anno 1789 die ersten Tapeten in einer Fabrik in Kassel bedruckt. In den frühen Tagen ihrer Existenz war die Tapete vor allem für wohlhabende Bürgerschichten gedacht, die auf diesem Weg recht unproblematisch die Wände ihrer Wohnung nach dem jeweiligen Zeitgeschmack dekorieren konnten. Spätestens nach dem zweiten Weltkrieg gehörten Tapeten jedoch zum Allgemeingut in sämtlichen Wohnungen. Dank dieser Omni-Präsenz von Tapeten muss sich der moderne Mensch mit dem Thema „tapezieren“ auseinandersetzen. Das ist glücklicherweise gar nicht so schwer, wenn man ein paar Dinge beachtet.


Bereits im Vorfeld ist es wichtig, dass man sich klar darüber wird, wie man eine Wand tapezieren möchte. Das Angebot von der schlichten Raufasertapete über eine knallbunte Photo- oder doch lieber eine Muster- Tapete ist heutzutage vielfälltig. Es empfiehlt sich hier sehr sorgfältig auszuwählen, da man mit der einmal getroffenen Wahl ab sofort jeden Tag konfrontiert wird. Was daher im Laden noch lustig oder poppig wirkt, kann zuhause an einem grauen Montagmorgen plötzlich nervige Qualitäten entwickeln. Wenn die Wahl getroffen ist und es ans Tapezieren geht, sollte man nicht einfach über bestehende Tapeten drüber zu tapezieren. Es lohnt sich auf jeden Fall, die alten Beläge mittels warmer Seifenlauge und Spachtel von den Wänden zu schälen. Ist dies vollbracht, hat man im wahrsten Sinne des Wortes freie Bahn und kann mit dem eigentlichen Tapezieren loslegen.

Der Raum sollte vorher selbstverständlich leer geräumt und mit Zeitung ausgelegt werden. Am besten eignet sich ein klassischer Tapeziertisch, um die Tapetenbahnen mit Kleister zu beschmieren.  Tapezieren zu zweit geht schneller, denn nachdem die Papierbahn auf dem Tisch mit Kleister bestrichen wurde, kommt es darauf an, sie sauber und gerade an der Wand anzubringen. Ein weiterer „Klassiker“ beim Tapezieren sind übrigens Luftblasen unter der Tapete. Diese umgeht man am besten, indem man die Rolle von oben nach unten an die Wand klebt und sofort glatt streicht, damit die Luft direkt entweichen kann. All diese Aspekte am Tapezieren bekommt man zu zweit am Besten in den Griff.

kostenlose Malvorlagen
Durch das Anbringen von Tapeten ändert sich die Atmosphäre im Raum komplett. Die Vorher-Nachher Wirkung ist extrem.  Wem die Arbeit jedoch als zu kompliziert erscheint, der kann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Fakt ist: Tapezieren ist kein Hexenwerk und kommt in den besten Haushalten vor! Haushaltstipps - richtig Tapezieren.
Das große Baulexikon - www.ib-rauch.de