Bass Gitarre - Der „Viersaiter“ ist die Basis

 

Der wichtigste und grundlegendste Gegensatz der Bassgitarre zur E-Gitarre ist die Saitenanzahl. Die Bassgitarre ist in der Regel nur mit vier Saiten ausgestattet, die in der Grundstimmung wie die Saiten des Kontrabasses gestimmt sind (E - A - D - G). Die Saiten der Bassgitarre entsprechen somit den Saiten der vier tiefen Saiten einer Gitarre, nur eine Oktave tiefer.

Wie die landläufige Gitarre und der Kontrabass ist die Bassgitarre praktisch ein transponierendes Instrument, die jeweiligen Noten werden hierbei eine Oktave höher notiert als der Bass in Wirklichkeit klingt. Weiterhin existieren auch Formen der Bassgitarre mit 5 Saiten, meist mit H als tiefster Saite, sowie Bassgitarren mit 6 Saiten. Diese schon zugegeben sehr exotischen Formen sind sehr selten zu finden, werden aber somit vom jeweiligen Musiker individuell gestimmt.

Heutzutage wird die Bassgitarre hauptsächlich in Zusammenhang mit einem Bassverstärker genutzt, der über ein Klinkenkabel mit dem Instrument verbunden ist. Ohne eine gewisse Durchsetzungskraft geht die Bassgitarre im Zusammenspiel mit den jeweiligen anderen Instrumenten kurz gesagt etwas unter. Für den Einsatz einer Bassgitarre in einer Band wird somit die notwendige Durchsetzungskraft mindestens 150 Watt an 8 Ohm (ca. 250 Watt an 4 Ohm) benötigt. In lauten Rockbands ist aber auch ein Verstärker mit 400 Watt nicht überdimensioniert.

Da tiefe, langwellige Töne erheblich mehr Leistung erfordern, lautet eine Faustregel, dass der Bassverstärker etwa die vierfache Leistung des Gitarrenverstärkers besitzen soll. Eine spezielle Art der Bassgitarre ist die bundlose (engl. fretless) Variante, mit der sich sehr gute, singende bis grollende Klänge erzielen lassen. Das sogenannte Slappen ist nur mit dieser Form der Bassgitarre möglich. Es steht jedoch nicht ohne Kritik in der Fachwelt, unter Fachleuten scheiden sich da etwas die Geister. Dieser Klang ist selbstverständlich völlig anders als bei einem Bass mit Bünden, diese Form ist aber eben auch ein sehr farbiges Element in der Musik, das vor allem eine gewisse Übung und Beherrschung des Instruments voraussetzt.