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Der Sommer naht und damit auch die "Wir packen den Bully mit Unmengen Bier und Dosenessen sowie Kumpels"-Festivalsaison, auf der selbstredend das gesamte Bier am zweiten Tag bereits im Schlund gelandet ist und die Wiese nur noch einem braunen Acker gleicht. Soweit der Klassiker. Zu dem hat sich seit 1998 auch das kleine, aber feine Protzen Open Air entwickelt, dem wohl härtesten Festivalauftakt für die Massen. Immer Mitte Mai wackelt durch etliche Death- und Thrash Metal-Combos beim brandenburgischen Neuruppin die Heide. Knapp 1000 Knüppelfreunde finden sich ein, um bei Wein, Weib und Gesang resp. Bier, Kumpels und Gegrunze vor der Bühne in einem alten Wellblech-Hanger und auf dem Zeltplatz auf grüner Wiese gebührend zu feiern und die Saison einzuläuten. Mit "klein, familiär und underground" beschreibt Protzen Open Air-Veranstalter Mario Grimmer sein "Baby". "Das erste Festival fand 1997 statt, wurde im Laufe der Zeit aber von 1800 auf 280 Besucher heruntergewirtschaftet. 2003 habe ich dann das Protzen übernommen und bin ohne Erwartungen gestartet. Es kamen 500 Besucher, die Reaktionen waren gut, da haben wir weiter gemacht. Jetzt haben sich die Zahlen bei 600 bis 800 Besuchern eingepegelt und wir wären sicher nicht traurig, wenn noch mehr Leute kommen würden. Aber es ist schön, wenn die Leute mit einem Lächeln vom Platz gehen, das ist die schönste Bestätigung!" so der Protzen Open Air-Chef. |
Das Zelten ist direkt am Auto gestattet, der Zeltplatz befindet sich neben dem Festivalgelände. Das ganze Wochenende finden das inzwischen legendäre Lagerfeuer und Aftershowpartys statt. "Es gibt Plattenstände, eine Fressmeile und das Lagerfeuer, das zwei Tage durchbrennt. Es gab noch nie Probleme, immer eine friedliche Stimmung. Außerdem gibt es keinen Backstage-Bereich, dass auch die großen Bands die sich andere ansehen wollen im Publikum ausharren müssen." betont der Veranstalter des Protzen Open Airs. "Meine schönste Erinnerung vom Protzen ist, wenn die Leute immer wieder mit einem Grinsen vom Platz gehen und besonders, als Master auf dem Open Air gespielt haben." sagt Mario Grimmer. |