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Die wesentlichen Merkmale des Dancefloors sind, dass dieser ein leicht tanzbares Element beinhaltet, vergleichbar mit einer Hookline, die immer wieder kehrt und ein technoähnlicher monotoner Beat im 4/4 Takt. Die extrem einprägsame Melodie im Dancefloor ist mit kurzen gängigen Basslinien unterlegt und wird meist im Wechselspiel zwischen einer Sängerin und einem Rapper interpretiert. Die Einflüsse, aus denen die Musikrichtung des Dancefloors entstand, sind dem Garage House, Hip House, dem klassischen Pop mit Discoelementen oder auch teilweise dem Elektropop zu entnehmen. Seine Blütezeit erlebte der Dancefloor Anfang der 90er. Als Pioniere und Vorreiter für alle, die danach kamen, galten Formationen wie SNAP! (The Power) oder das allseits bekannte „Omen“ von de Gruppe Mysterious Art. Ebenfalls werden die Klassiker „Mr. Vain“ von Culture Beat und „Rhythm Is a Dancer“, ebenfalls von SNAP!, dem Genre des Dancefloors zugeordnet. Aus dem Dancefloor gingen auch Musikrichtungen wie der kommerzielle Trance oder Tribal House, bekannt durch Bellini und Loona, hervor. Auch VIVA-Moderatoren wie Daisy Dee fühlten sich plötzlich ans Gesangsmikrophon berufen und trällerten munter durch die verschiedensten Äther. Als allgemeines musikalisches Schreckensgespenst dieser Epoche ist aber bis heute ein Schweizer unter dem einfallsreichen Namen DJ Bobo bekannt. Mit seinem Remix des Michael Jackson-Hits „Somebody’s Wachting Me“, das der ehemalige Bäcker und Konditor in „Somebody’s Dancing With Me“ umwandelte, landete DJ Bobo treffsicher in den damaligen Charts. Auch ein musikalisch Rekrutierter Captain Jack trieb Mitte der 90er sein Unwesen. Aufgrund des exzessiven Lebenstils des Herrn, der sehr schnell Herz-Kreislaufprobleme mit sich brauchte, tauchte jener aber aus gesundheitlichen Gründen schnell wieder ab und hinterließ somit keine großen Schäden. Projekte wie Dr. Alban oder der aus Italien stammende Gigi D’Agostino gelten bis in die heutige Zeit als die größeren Kulturverbrecher. |
Doch lange sollte die Vorherrschaft des Dancefloors nicht anhalten. Schnell hat man von den sinnlosen Texten, der sehr einfach gehaltenen Musik und den austauschbaren Interpreten ohne Charisma die Nase voll. Das Ende des Dancefloors zeichnete sich bereits 1997 ab und spätestens zur Jahrtausendwende war der Ofen gänzlich aus. Heutzutage scheint dem Dancefloors niemand mehr eine Träne hinterher zu weinen. Somit sollte es den Sternen überlassen werden, wann und ob diese Musikrichtung jemals ein Revival erlebt. |