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Die meisten modernen Gitarren-Verstärker verfügen über eine 2 Kanal-Technik. Zwei Kanäle bedeutet nichts anderes als zwei verschiedene Klang-Arten (Klangwege). Damit verfügen Gitarren-Verstärker über einen Kanal für normalen „cleanen“ Sound (unverzerrter Klang) und einen Kanal für den „verzerrten“ Sound, auch „Overdrive“ genannt. Verzerrte Sounds hört man sehr oft bei den Stilrichtungen Rock und Blues. Mit dem Volumenregler kann man die Grundlautstärke der Gitarre an dieser selbst und am Gitarren-Verstärker einstellen. Mit den Klangreglern kann man den Klang schärfer oder dumpfer einstellen. Das bleibt dem Benutzer aber selbst überlassen, für welche Variante er sich entscheidet. Einfach einmal am Gitarren-Verstärker herumexperimentieren und verschiedene Kombinationen testen. Während Fender-Gitarren bzw. -kopien einen 5-fach Schalter besitzen, kommen Gitarren aus dem Hause Gibson mit einem 3-fach Schalter aus. Mit diesem Schalter können verschiedene Sounds eingestellt werden, von Rhythmus bis Solo, die je nach Geschmack verwendet werden können und vom Gitarren-Verstärker ausgegeben werden. Einfach ausprobieren! |
Viele Gitarren-Serien verfügen über einen Tremolo-Hebel, der eingeschraubt wird. Mit diesem Hebel, der auch „Wimmer-Haken“ genannt wird, kann man die Saitenspannung verringern und erhöhen, was sich im charakteristischen Jaulen der Soli äußert. Es bleibt aber natürlich immer dem jeweiligen Gitarristen überlassen, ob er sein Solo wimmern lassen möchte. Doch aufgepasst – bei zu starker Beanspruchung des Tremolo-Hebels können die Gitarren-Saiten auch mal reißen. Neben den Einstelloptionen direkt am Gitarren-Verstärker und den Klangreglern an der Gitarre gibt es noch eine Menge weiterer Möglichkeiten, den Klang seines Instruments zu verändern, etwa die Fußschalter, auch Tretminen genannt, mit denen man während des Spielens zwischen verschiedenen Sounds wechseln kann, ohne am Gitarren-Verstärker selbst diese einstellen zu müssen. Die Leistung des Gitarren-Verstärkers wird in Watt gemessen, Kleinstmodelle gibt es schon für den Hausgebrauch mit fünf Watt, während nach oben praktisch keine Grenzen in Leistung und Preis gesetzt sind. Je mehr Leistung ein Gitarren-Verstärker erbringt, desto teurer und größer wird er, dafür wird der Sound voluminöser und druckvoller. Im Proberaum sollte man nicht unter 50 Watt gehen, wird diese Größenordnung eines Gitarren-Verstärkers allerdings in Wohnungen bei normaler Lautstärke ohne Kopfhörer gespielt, ist Ärger mit den Nachbarn vorprogrammiert… |