Hammond Orgel - Eine Revolution des Orgelsounds

 

Die Hammond-Orgel wurde nach ihrem Erfinder Laurens Hammond benannt. Es handelt sich hierbei um eine elektromechanische Orgel, die ursprünglich als Ersatz für die klassische Pfeifenorgel gebaut wurde. Die Hammondorgel damit schnell zum Unterhaltungssinstrument und fand ihren Einsatz sehr schnell in der Jazzmusik. Aus Kostengründen wurde sie in amerikanischen Kirchen auch gerne in der Gospel-Musik gespielt. Dort angekommen verbreitete sich der Klang der Hammond-Orgel dann auch sehr schnell in anderen Musikkategorien. Sowohl als Stilelement im Rock, R&B, Soul, Funk, Ska oder Reggae wurde der charakteristische Sound der Hammond-Orgel immer wieder verwendet.

Das US-Patent für die Hammond-Orgel wurde am 15. April 1934 von Laurens Hammond in Washington angemeldet. Mehr als ein Jahr später wurde das Instrument am 15. April 1935 von Seiten des Organisten Pietro Yon zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Henry Ford erteilte kurz danach den Auftrag zum Bau von sechs Orgeln. Weitere prominente Erstbesteller waren George Gershwind und Count Basie. In Deutschland machte die Hammond-Orgel Edwins Weltes Lichtorgel große Konkurrenz, und konnte diese schließlich völlig vom Markt verdrängen.

Dennoch, die Pfeifenorgel wurde nie ganz von der Hammond-Orgel ersetzt. Größte Beliebtheit erlangte sie daher in den 1960er und 1970er Jahren. Jedoch ist die Hammond-Orgel aus der Popmusik nicht mehr wegzudenken, denn im Laufe der Jahrzehnte wurde sie zum etablierten Instrument.

Zwar gibt es die Hammond-Orgel auch in verschiedensten Varianten und Modellen, dennoch haben alle Instrumente einen gemeinsamen Aufbau, der sich durch zwei Manualen und ein Pedal charakterisiert. Auch der Tonumfang der Manuale und des Pedals variiert zwischen den einzelnen Hammond-Orgeln, wobei das Obermanual als Swell und das Untermanual als Great bezeichnet wird. Diese Bezeichnungen sind der Pfeifenorgel entlehnt und bedeuten dort Haupt- bzw. Schnellwerk.