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Bei Zuchtperlen wird der Natur etwas nachgeholfen. Denn im Gegensatz zu den Naturperlen entstehen sie, nachdem ein Perlmuttkern in die Auster eingesetzt wurde. Da dieser Fremdkörper kleiner ist als der Kern der Naturperle, kommt es zu einem verzögerten Wachstum. Die klassische Zuchtperle ist die Akoya-Zuchtperle, die fast nur in Japan in der Perlauster „pinctada martensi“ gezüchtet wird. Die Tahiti-Zuchtperle hingegen gehört genauso wie die Akoya-Zuchtperle der Kategorie der Meerwasserperlen mit Kern an. Insgesamt unterscheidet man die Zuchtperle noch in drei weitere Kategorien. Es gibt Meerwasserperlen ohne Kern wie die Keshi-Zuchtperle, aber auch Süßwasserperlen, ebenfalls mit oder ohne Kern. |
Die große Nachfrage nach den schwarzen Tahiti Zuchtperlen in der ganzen Welt ließ sie binnen kurzer Zeit in ihrem Wert erheblich steigen. Dabei wurde die Tahiti- Zuchtperle eher zufällig bei einem Tauchgang der Perlenfischer entdeckt. Schon Könige und Kaiser verzierten gerne ihre Gewänder mit der schwarzen Perle. Die bekannteste dieser seltenen Naturperlen war die berühmte schwarze Perle "Azra", die das Herzstück einer Kette der russischen Kronjuwelen ist. Im Kaiserreich China galt die schwarze Perle sogar als Symbol der Weisheit. |