ADHS bei Erwachsenen – Der große Zappel-Phillip

 

Die Erkrankung ADHS betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch häufig Erwachsene, da die Störung oftmals nicht unter Kontrolle zu bekommen ist und somit bis in das Erwachsenenalter bestehen bleibt.


ADHS beginnt oftmals im Kindesalter, von den Betroffenen werden 30 bis 60 Prozent bis in das Erwachsenenalter nicht geheilt. Zwar lässt die charakteristische Bewegungs-Unruhe im zunehmenden Alter etwas nach, doch die Aufmerksamkeitsstörungen bleiben. Insgesamt reagieren Erwachsene mit ADHS wesentlich emotionaler als andere Menschen und geben sich ihren Gefühlen komplett hin. Dies kann von Vorteil als auch von Nachteil sein. Gelingt es an ADHS erkrankten Erwachsenen ihre Ideen und Emotionen kreativ umzusetzen, können sie dies für beruflichen Erfolg nutzen.


Negativ wirkt sich ADHS bei Erwachsenen aus, indem die charakteristische Überaktivität und Impulsivität in einer allgemeinen Leistungs- und Konzentrationsschwäche münden. Durch das Nichterreichen der vorgenommenen Ziele im Berufs- wie auch im Privatleben leiden viele Erwachsene mit ADHS unter den sozialen Folgen, da oft nur eine schlechtere Ausbildung und Karriereverlauf erreicht wird als es der Begabung entspricht und die Konflikte im Berufsleben häufige Jobwechsel, Wohnortwechsel und Umzüge bedingen.

Erwachsene mit ADHS beklagen Probleme mit ihrer Organisation, da durch Verspätungen bzw. fehlendes Zeitgefühl, Unordnung oder Desorganisation meist die Richtlinien einer geordneten Berufsauffassung nicht zu erfüllen sind. Aufmerksamkeitsstörung, ein mangelndes Arbeitsgedächtnis, Temperamentsausbrüche sowie eine geringe Stressresistenz tragen ihr Übriges zum sozialen Dilemma bei.


ADHS lässt sich nicht heilen, doch Erwachsene mit der ADHS müssen sich nicht unbedingt in Behandlung begeben, nur wenn die Störungen sehr stark ausgeprägt sind und das Leben weiträumig beeinträchtigen ist eine Behandlung aus Medikamenten und Verhaltenstherapie ratsam.