Diabetes mellitus

 

Die Stoffwechselstörung Diabetes mellitus hindert den Körper, den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker normal zu verwerten. Im gesunden Körper wird Zucker durch das körpereigene Hormon Insulin in Energie umgewandelt.

Es ist zu unterscheiden zwischen Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Bei Typ-1-Diabetikern produziert die Bauchspeicheldrüse durch eine genetisch bedingte Selbstzerstörung der Inselzellen kein körpereigenes Insulin mehr, sodass es durch Injektionen zugeführt werden muss. Dagegen verfügen Typ-2-Diabetiker noch über eigenes Insulin, das jedoch vom Körper nicht mehr richtig verwertet werden kann, in diesem Fall helfen Tabletten, um die Wirksamkeit des eigenen Insulins zu unterstützen.

Während der Typ-1-Diabetes vornehmlich genetische Ursachen hat und durch Vorbeugung kaum beeinflusst werden kann, ist der Typ-2-Diabetes zwar teilweise auch durch erbliche Veranlagung bedingt, kann aber durch Risikofaktoren wie falsche Ernährung, mangelnde Bewegung und Übergewicht noch zusätzlich gefördert werden.



Diabetes kann eine ganze Reihe möglicher Folgeerkrankungen und Spätfolgen nach sich ziehen. Von Nervenschädigungen, Veränderungen im Augenhintergrund, Sehstörungen bis hin zur Erblindung, Nierenerkrankungen und dem so genannten diabetischen Fuß – der in besonders schlimmen Fällen sogar zur Amputation führen kann – reicht die Liste der fatalen Diabetes-Auswirkungen. Daher sollten Diabetiker durch viel Bewegung und gesunde Ernährung vorbeugen. Sie sollten sich fettarm ernähren und nicht rauchen, um die Gefäße nicht zusätzlich zu belasten und zu verengen.

Ganz wichtig ist die regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels, der im Bestfall wie bei Gesunden zwischen 80 und 120 mg/dl liegen sollte. Dazu gibt es handliche und leicht zu bedienende Blutzuckermessgeräte. Um eine gute Blutzuckereinstellung zu erreichen, müssen die Menge der aufgenommenen Nahrung, das Ausmaß an Bewegung und das zugeführte Insulin beim Typ-1-Diabetiker bzw. die Tabletteneinnahme bei Typ-2-Diabetikern in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.