Hautkrebs

 

Über 100.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Hautkrebs. Mehr als 3.000 Patienten sterben pro Jahr an den Folgen der Krebserkrankung. Im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen kann der Hautkrebs in unterschiedlichen Erscheinungsformen auftreten sowie unterschiedliche Ursachen haben. Werden die verschiedenen Arten von Hautkrebs frühzeitig erkannt, besteht eine hohe Chance auf Heilung.

Die drei Hautkrebsarten, die in Deutschland am häufigsten auftreten, sind Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom), Basalzell-Hautkrebs (Basaliom) und Stachelzell-Hautkrebs (Spinaliom).


Die bösartigste Hautkrebserkrankung ist der schwarze Hautkrebs. Auch zählt er mit zu den gefährlichsten Krebsarten, die es gibt. Die medizinische Forschung hat festgestellt, dass der Schwarze Hautkrebs, im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen, sehr schnell und sehr intensiv in den anderen Organen des Körpers Metastasen bildet. Laut Forschungsergebnissen kommen in Mitteleuropa auf 100.000 Einwohner jährlich zehn Neuerkrankungen dieser gefährlichen Art des Hautkrebses. Ungefähr 2.000 Patienten pro Jahr sterben an den Folgen des Schwarzen Hautkrebs.

Der in Mitteleuropa am häufigsten auftretende Hauttumor ist der Basalzell-Hautkrebs. Im Vergleich zum Schwarzen Hautkrebs verursacht das Basaliom nur extrem selten Metastasen. Aus dem Grund wird der Basalzell-Hautkrebs von Ärzten auch als halb-bösartiger Tumor bezeichnet. Zu mehr als 80 % entwickelt sich diese Krebsart vorzugsweise auf stark sonnenbeschienenen Körperstellen wie dem Gesicht. Allerdings muss das Basaliom nicht nur prinzipiell auf Nase, Wangen und Stirn auftreten, sondern es kann sich auch auf anderen Hautstellen bilden. Mit einer Neuerkrankung auf 1.000 Menschen gehört der Basalzell-Hautkrebs mit zu den häufigsten Krebsarten. Besonders davon betroffen sind vor allem Menschen ab 50 Jahre.

Der Stachelzell-Hautkrebs zählt mit zu den bösartigen Formen des Hautkrebses. Er entwickelt sich nicht nur wie das Basaliom an stark sonnenbeschienenen Körperstellen, sondern auch an Stellen, die sich nahe der Schleimhaut befinden, wie zum Beispiel Zunge, Mund sowie im Genitalbereich. Von dieser Form der Hautkrebserkrankungen sind hauptsächlich hellhäutige Menschen betroffen. Das Durchschnittsalter, in dem die meisten Menschen daran erkranken, liegt bei circa 60 Jahren. Da pro Jahr nur eine Neuerkrankung auf 10.000 Menschen kommt, zählt der Stachelzellhautkrebs in den mitteleuropäischen Ländern zu den relativ seltenen Hautkrebsarten. Dafür erkranken in sonnenreichen Ländern wie Neuseeland und Australien ungefähr zehnmal mehr Menschen daran.