Rauchen - das gefährliche Laster

 

 

Etwa 17 Millionen Deutsche greifen täglich zum Glimmstengel. Nach der Mahlzeit, in der Mittagspause, sogar nach dem Beischlaf, zünden sich Menschen eine Zigarette an.

Rauchen ist zu einer festen Größe in der Wirtschaft geworden. An rund 17 Millionen Rauchern verdient auch der Staat nicht schlecht. Auf der anderen Seite steigen die jährlichen Ausgaben der Krankenkassen ins schier Unermessliche. Behandlungskosten für Asthma, Bronchitis, Arterienverkalkung oder Lungenkrebs – die Verantwortlichen wissen langsam nicht mehr, wie sie die steigenden Ausgaben wieder hereinholen können.

Rauchen ist leider keine harmlose Angewohnheit, sondern eine ernst zu nehmende Sucht mit größter Gefahr für das eigene Leben. Darüber hinaus führt Rauchen in geschlossenen Räumen auch für die nicht rauchenden Mitmenschen zu einer dauerhaften Gefährdung der Gesundheit. Der frühe Tod ist für Raucher und sogar für Passivraucher sehr wahrscheinlich.  Schließlich handelt es sich bei dem Hauptbestandteil einer Zigarette – Nikotin – um ein starkes Nervengift. Extrem gefährdet sind die schwächsten Passivraucher: Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder.

 

Viele Mütter und Väter sind sich nicht im Klaren darüber, dass sie ihrem Nachwuchs schaden, wenn sie ihn ständig dem blauen Dunst aussetzen.

Doch nicht nur die Kleinsten, jeder einzelne Raucher setzt täglich sein Leben aufs Spiel. Jährlich sterben mehr als 100.000 Menschen an den Folgen des Nikotingenusses. Diese Tatsache scheint Raucher allerdings nicht besonders zu erschrecken. Sie sagen "Mir geht es gut", so lange, bis es zu spät ist. Chronische Atembeschwerden, Asthma, Gefäßerkrankungen oder Krebs sind ernsthafte Erkrankungen, die den Menschen auf Raten töten. Auch abschreckende Bilder in Zeitschriften und Aufdrucke auf den Zigarettenschachteln mit den schockierenden Warnhinweisen schrecken starke Raucher nicht ab. Sie kaufen sich schicke Etuis und schon ist die Gefahr verdrängt.

Es herrscht ein heimlicher Krieg zwischen den Rauchern und den Nichtrauchern, der auch im Privatleben nicht Halt macht. Das Nichtraucherschutzgesetz verdeutlicht, wie verhärtet die Fronten inzwischen schon geworden sind.

Rauchen hat eine hohe Anzahl weiterer Nachteile. In der Regel sind Raucher nicht besonders attraktiv, die Zähne und Finger sind gelblich verfärbt, der Atem riecht unangenehm und die Haut ist faltig. Die Kleidung und die Wohnung haben einen Nikotingeruch angenommen, der selbst nach Reinigungen nicht zu verschwinden scheint.

Rauchern stehen mittlerweile viele Verfahren zur Verfügung, die es ihnen erleichtern sollen, mit dem Laster aufzuhören und rauchfrei durchs Leben zu gehen. Der Handel bietet Nikotinpflaster und Kaugummis, auch Hypnose und Akupunktur sind Erfolg versprechende Methoden, für immer "Nein" zu sagen.
Doch eines kann kein Geld der Welt kaufen: den unbedingten Willen zum Aufhören.