Ist die Entscheidung für eine Brustverkleinerung gefallen, sollten alle Eventualitäten mit dem Chirurgen abgesprochen werden denn der Eingriff hat Auswirkungen auf das spätere Leben. Da das Stillen unter Umständen nicht mehr möglich sein kann, sollte ein Eingriff erst nach abgeschlossener Familienplanung durchgeführt werden.
Generell kann der Operateur je nach Ausgangsgröße der Brust zwischen zwei möglichen Verfahren wählen. Die erste Variante ist die vertikale Schnittführung. Die Alternative hierzu ist der T-Schnitt, der ankerförmig auf die Brust gesetzt wird. Hier verschwindet der waagerechte Schnitt später in der Unterbrustfalte. Ausgangspunkt beider Methoden ist das ringförmige Umschneiden der Brustwarzen-Vorhöfe. In manchen Fällen kann überschüssiges Gewebe auch abgesaugt werden. Bei allen beschriebenen Methoden ist eine spätere Narbenbildung unumgänglich.
Nachdem der Schnitt gesetzt wurde, beginnt der Chirurg mit der Reduktion von Gewebe und der Neu- Modellierung der Brust. Abschließend werden die Brustwarzen neu positioniert. Eine Brustverkleinerung (Reduktions-Mammaplastik) ist in vielen Fällen untrennbar mit einer Bruststraffung (Mastopexie) verbunden.
Frauen, die eine Brustverkleinerung in Erwägung ziehen, sollten sich der möglichen Risiken bewusst sein. Allgemeine, mit jeder Operation verbundene Gefahren sind mögliche Infektionen, vermehrten Blutungen und auftretende Wundheilungsstörungen. Zu den speziell diesen Eingriff betreffenden Komplikationen zählen das Auftreten von Taubheitsgefühlen in der Brust und Brustwarze. Diese können noch Monate andauern, in Einzelfällen bleibt die Brustwarze für immer empfindungslos.
Die zu der Nachversorgung gehörenden Maßnahmen beinhalten das Tragen eines Stütz-BHs sowie die generelle Vorsicht vor allen körperlichen Aktivitäten. Besonders solche, die eine Beanspruchung der Arme einschließen, beispielsweise das Bügeln oder das Heben, sollten nur sehr behutsam ausgeführt werden.
Die Kosten für eine Brustverkleinerung betragen je nach Land, Umfang der beinhalteten Leistungen und Operateur 3000 bis 10.000 Euro. In vielen Fällen bezahlen die Krankenkassen die Operation. Hierbei sind das Volumen des reduzierten Gewebes und der Umfang des persönlichen Leidensdrucks wichtige Kriterien bei der Entscheidung für oder gegen eine Kostenübernahme.