Eigenfettverpflanzung

 

Man sagt, die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Als schön empfinden wir vor allem junge vor Elan strotzende Menschen. Ihre Haut ist noch jung. Das Gesicht wirkt frisch und munter und von Falten ist noch lange nichts zusehen. Doch was ist, wenn wir älter werden, sind wir dann nicht mehr schön? Sind unsere Falten, die eigentlich ein Zeugnis unserer bewegten Vergangenheit sind, im Gesicht ein Makel? Entstellen uns die Falten sogar?

Dies und viel mehr fragen sich immer mehr Menschen. Jeder möchte so lang wie möglich jung und gut aussehen und Faltenbildung so lang wie möglich vermeiden. Vor allem Frauen probieren immer wieder neue Wundermittel wie Cremes und Masken aus, um ihr jugendliches Aussehen bei zu behalten. Doch wenn auch die zahlreichen Kosmetikprodukte den Lauf der Zeit nicht mehr aufhalten können, greifen einige Frauen und auch Männern zum letzten Mittel und lassen sich die Falten chirurgisch entfernen. Neben dem Spritzen von Botox oder dem Face-Lifting ist die Eigenfettverpflanzung einer der bewährtesten Mittel gegen Falten.

Falten entstehen durch den Verlust des Fettgewebes. Durch die Methode der Eigenfettverpflanzung soll dieser Verlust mit körpereigenem Fettgewebe wieder ausgeglichen werden. Vor Beginn der Behandlung werden die betroffenen Gesichtsregionen örtlich betäubt und auf Wunsch kann der Patient auch vom Chirurgen in einen Dämmerschlaf versetzt werden.

 

Bei der Eigenfettverpflanzung entnimmt der Arzt mit dünnen Kanülen körpereigene Fettzellen aus den Polstern von Bauch, Po, Knie oder Oberschenkel. Dabei werden die entnommenen Fettzellen gleichzeitig mittels eines speziellen Verfahrens aufbereitet, um anschließend wieder mit sehr feinen Kanülen in die gewünschten Gesichtspartien eingespritzt zu werden. Auf diese Art lassen sich die Gewebedefizite ausgleichen, sowie Proportionen verändern. Allerdings überleben nur zwischen 60 % und 70 % der verpflanzten Fettzellen. Aus diesem Grund kann es auch sein das beim Patienten eine Überkorrektur erfolgen muss. Auch stellt sich bei manchen Menschen eine Nachoperation als sinnvoll heraus, die erst einige Monate nach der ersten Eigenfettverpflanzung erfolgen sollte.
Nach der erfolgreichen Behandlung kann es für mehrere Tage zu einer deutlichen Schwellung der operierten Gesichtsregionen sowie zu großflächigen Blutergüssen kommen. Weitere Nebenwirkungen und Komplikationen können so gut wie ausgeschlossen werden, da bei der Eigenfettverpflanzung nur körpereigenes Gewebe verwendet wird.