Fettabsaugung

 

Heute Morgen beim Bäcker. Saftige Puddingteilchen, krosse Weizenbrötchen oder fruchtige Erdbeertörtchen lachen mich verführerisch an. Doch nach einem schnellen Überschlagen der Kalorienmenge ist meine Laune schlagartig getrübt. Für den kurzen Genuss einer leckeren Quarkschnitte müsste ich heute nach Hause laufen, anstatt den Bus zu nehmen. Das wäre doch ein zu großes Opfer.
Das Thema Fett ist allgegenwärtig, beherrscht die Werbung und die Medien. Fast täglich kommt ein neues fettärmeres Produkt auf den Markt und soll figurbewussten Menschen helfen, schlank zu bleiben. Im Supermarkt stehen Low- Fat Joghurts neben zuckerreduzierten Gummitieren.


Gerade Frauen wird suggeriert, dass eine schlanke Silhouette nicht nur optisch schöner ist, sondern auch hilft, hohes Ansehen in der Gesellschaft zu erlangen. Das Wort „Problemzone“ vermittelt einen ungefähren Eindruck von der Stigmatisierung körpereigenen Fetts.
Dabei wird oft vergessen, dass das Fett wichtige Aufgaben für den Organismus übernimmt. Schon für den Ur- Menschen war das Speichern von Fett lebensnotwendig, um etwaige nahrungsärmere Zeiten zu überstehen. Fettpolster dienen zudem als Wärmespeicher. Größere Fettansammlungen, wie zum Beispiel am Gesäß, haben die Funktion, Schutz vor mechanischer Beanspruchung zu bieten.


Doch das zunehmende Überangebot an Nahrungsmitteln führt gerade in den Industrienationen immer mehr zu Übergewicht und Figurproblemen. Also ständige Diät halten, asketisch leben und Verzicht üben?
Eine Fettabsaugung, oder medizinisch Liposuktion, erscheint da als verlockende Alternative. Sie erspart einem das lästige Kalorienzählen, die zahlreichen Stunden im Fitness-Studio und führt zu einer schnellen Gewichtsabnahme. Oder nicht?
Eine Liposuktion ist entgegen landläufiger Meinung ein ernster chirurgischer Eingriff. Er erfolgt meist unter Vollnarkose und setzt den gesamten menschlichen Organismus unter enormen Stress. Einige der am häufigsten auftretenden Risken bei einer Fettabsaugung umfassen Thrombosen, Infekte und Embolien. Statistisch stirbt bei einem von 5000 Eingriffen der Patient nach schweren Komplikationen.

Bei einer Fettabsaugung werden mittels Mikrokanülen unerwünschte Fettzellen lokal abgesaugt. Etwa 30 Minuten vor dem Eingriff wird eine mit speziellen Medikamenten versehene Kochsalzlösung gespritzt. Diese sogenannte Tumeszenz- Lösung soll die Fettzellen lösen und möglichen Blutungen vorbeugen. Durch winzige Hautschnitte wird nun die Kanüle eingeführt und der Chirurg beginnt, den Körper neu zu gestalten. Der Operateur ähnelt hierbei stark einem Bildhauer, entscheidet er doch wie die zukünftige Silhouette aussehen wird.
Nach der Operation können bei den Patienten neben blauen Flecken und Schwellungen auch Taubheitsgefühle beobachtet werden. Zudem behindert eine beeinträchtigte Beweglichkeit den Alltag.
Die Kosten betragen je nach Körperregion und Umfang der Operation circa 1500 bis 4000 Euro und schließen das gesamte Personal des Operationssaales sowie die vorherige und abschließende Beratung und Betreuung mit ein.
Ist die Entscheidung für eine Fettabsaugung gefallen, ist gerade die Wahl des geeigneten Operateurs sehr wichtig. Da in Deutschland kein gesetzlich geschützter Begriff für plastisch-ästhetische Ärzte vorhanden ist, sollten zusätzliche Informationen bei Ärzte-Vereinigungen eingeholt werden, zu nennen ist zum Beispiel die Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen e.V. (VDÄPC) oder die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Medizin. Diese informieren genauestens über ausreichend qualifizierte Ärzte.

Plastische Chirurgie und Schönheitschirurgie Zahnimplantate