Der Doktor und das liebe Vieh

 

 

Es gibt sie überall, in jeder Form, Farbe und Größe. Was macht ein Tier aber zum Tier? Im allgemeinen Sinne sind Tiere Lebewesen, die sich von anderen Organismen – pflanzlich oder tierisch – ernähren. Außerdem haben Tiere Organe wie Kiemen, Lungen oder auch die Haut, da sie Sauerstoff zur Atmung benötigen. Im Gegensatz zum Pflanzenreich haben die Lebewesen des Tierreiches (Fauna) meistens Sinnesorgane und sind zu dem mit einem Nervensystem ausgestattet. Wen diese Definition ebenso an den Menschen erinnert, liegt damit nicht falsch. Denn aus naturwissenschaftlicher Sicht gehört auch der Mensch zur Gattung der Tiere, exakter gesagt der Säugetiere. Philosophisch gesehen unterscheidet man aber zwischen Mensch und Tier, obwohl sich Anatomie und Evolution gleichen. Der Mensch hat sich in dem Sinne zu einem Tier mit komplizierten Verhaltens- und Sprachmustern entwickelt. Dergleichen ist zwar im Tierreich in Ansätzen auch zu finden (Menschenaffen), jedoch nicht in solch hochentwickelter Weise. Dadurch kapselt man ihn vom gemeinen Tierreich ab.

Dieses ist in ein komplexes, für den Laien undurchsichtiges System gegliedert. In der Zoologie nennt man dieses Verfahren systematische Kategorisierung. Es teilt die Tiere ein in Stamm, Klasse, Familie, Gattung und Art. Im Großen und Ganzen sollte man davor aber die Einteilung zwischen Wirbeltieren und Wirbellosen kennen. Sowie die Klassifizierung der Wirbeltiere in Fische, Säugetiere, Reptilien, Amphibien und Vögel. Diese Teilung gehört zum Schulstoff und reicht für die Allgemeinbildung in der Regel aus.

 


Zurzeit sind auf der Welt rund 1,5 Millionen Tierarten bekannt. Forscher schätzen die Artenvielfalt allerdings auf bis zu 10 Millionen. Für den Menschen waren Tiere schon immer von großer Bedeutung. Ob als Haus-, Nutz- oder Arbeitstier. Dabei nimmt jedes Tier je nach Besitzer eine dieser Kategorien ein. Wenn zum Beispiel der Hund für den einen als Haustier große Bedeutung genießt, dient er dem anderen als Arbeitstier (Wachhund). Bei manch einem überschneiden sich die Gebiete. Unter Arbeitstieren versteht man Tiere, die dem Menschen die Arbeit erleichtern. Durch die immer ausgereiftere Technik verliert dies jedoch immer mehr an Bedeutung. Früher waren es unter anderem Kühe, die Felder mittels eines gezogenen Pfluges umgruben. Nutztiere stellen Tiere dar, die entweder direkt als Nahrung für Fleisch gedacht sind oder deren tierische Produkte (zum Beispiel Milch, Eier) dem Menschen dienen. Häute für Pelz oder Leder zählen auch dazu. Haustiere haben für den Menschen in diesem Sinne keinen Nutzen, sondern werden meist aus psychologischen Gründen gehalten, zum Beispiel Hunde als treue Begleiter. Doch der Mensch lebt nicht nur im Gleichgewicht mit der Fauna, sondern zerstört sie auch zu einem gewissen Teil. Dies geschieht nicht nur durch die Industrie, sondern auch durch die Jagd, Abholzung tierischer Lebensräume oder Verschmutzung. Gefährdete oder ausgestorbene Tierarten werden auf der sogenannten roten Liste geführt. Diese Tiere leben nicht nur in fernen Ländern, sondern auch in Deutschland, womit jeder etwas zum Artenschutz beitragen kann!

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