
Sie gehören zu den staatenbildenden Fluginsekten aus der Überfamilie der Bienen. Ihr lateinischer Gattungsname ist Apis. Insgesamt umfasst die Gattung der Honigbiene neun verschiedene Arten, von denen acht in Asien vertreten sind.
Zwei der sogenannten höhlenbrütenden Arten können von Imkern in künstlichen Behausungen zur Gewinnung von Honig genutzt werden. Denn sowohl die westliche, als auch die östliche Honigbiene kann in sogenannten Beuten, umgangssprachlich Bienenstock genannt, gehalten werden. Diese Eigenschaft der Höhlenbrütung ermöglichte es den Arten, sich auf der ganzen Welt über den tropischen Regenwald hinaus, auszubreiten. Zwei weitere, wild lebende Arten, die Riesenhonigbiene und der Zwerghonigbiene werden ebenfalls, allerdings in einem stark reduzierten Umfang zur Honiggewinnung genutzt. Diese Form der Ernte wird allerdings Honigjagd genannt.
Wie bei allen staatenbildenen Arten aus der Gattung der Hautflügler (Hymenoptera) gibt es auch bei den Honigbienen drei unterschiedliche Wesen, die sich in ihrer Rangordnung zum sozialen Geflecht eines Bienenstamms in ihrer Funktion und Ordnung unterscheiden. Es gibt sowohl die Königin, ihre Arbeiterinnen und Drohnen. Alleinig das Königin ist es vergönnt, sich mit den Drohnen zu paaren und sich durch die Eiablage um die Nachkommenschaft unter den Honigbienen zu kümmern.
Die Besonderheit der Honigbiene, Honig produzieren zu können, liegt in ihrem Stoffwechsel, denn Honigbienen haben in der Hämolymphe als Energielieferant den Einfachzucker Glucose, den auch Säugetiere in ihrem Blut transportieren können. Normalerweise haben Insekten aber den Zweifachzucker Trehalose in der Hämolymphe. Aufgrund dieser Besonderheit sind Honigbienen auch nicht als typisch wechselwarm zu bezeichnen. Das bedeutet für sie, dass sie bei einer Temperatur unter 10°C erstarren und absterben. Anderen Insekten droht dieses Schicksal nicht, da sie durch die andere Zusammensetzung ihrer Hämolymphe wie durch ein Frostschutzmittel bestens vor Kälte geschützt sind.