Katze

 

 

Trotz ihrer Größe, Geschmeidigkeit und des einschmeichelnden Schnurrens gehören die Hauskatzen zur Familie der Raubtiere. Man kennt sie weltweit und sie sind nahe Verwandte der Großkatzen wie Löwe, Tiger oder Gepard. Durch Menschenhand jedoch sind die meisten freilebenden Katzenrassen gefährdet. Sei es aufgrund der Vernichtung von Lebensräumen oder wegen der Jagd, um an kostbare Felle oder Produkte für traditionelle chinesische Medizin heranzukommen. Insbesondere ihr scharfer Gehör- und Geruchssinn sowie ihr ausgezeichneter Sehsinn machen die Katzen zu perfekten Jägern, die in freier Natur lebende Beute, aber selten Aas, fressen. Anders verhält es sich bei den Hauskatzen. Diese üben ihren Jagdinstinkt zwar immer noch aus, zum Beispiel im Spiel oder beim Mäusefang, sind aber an das vom Menschen gereichte Futter gewöhnt.

Die heutige Hauskatze stammt von der Wildkatze ab und wurde bereits vor etwa 10.000 Jahren domestiziert. Je nach Haltung entwickelt sie sich zu einem Einzelgänger oder Gruppentier. Untereinander kommunizieren Katzen durch Gerüche, Laute oder Körpersprache. Ein aufgerichteter Schwanz, Schnurren oder Reiben deuten dabei zum Beispiel auf Unterwürfigkeit und Einschmeicheln hin. Wohingegen man bei Fauchen und angelegten Ohren Vorsicht walten lassen sollte. Seine Katze lernt man am besten durch Beobachten und langsames Herantasten kennen. Katzen können sich schnell bedroht und verängstigt fühlen, was sie zum Kratzen, Beißen oder letztendlich zur Flucht bewegt. Katzen vergessen nicht – das macht ein erneutes Herantasten schwieriger, da das verlorene Vertrauen zurückgewonnen werden muss. Daher sollte man viel Geduld walten lassen, mit der man, entgegen aller bisherigen wissenschaftlichen Annahmen, diesen Tieren sogar leichte Befehle wie „Sitz“ oder „Komm“ beibringen kann.

Hauskatzen kategorisiert man im Allgemeinen in Haus- und Rassekatzen. Dabei können die Hauskatzen stark in Wuchs- und Farbentyp variieren. Konträr dazu verhält es sich mit den Rassekatzen. Sie werden extra gezüchtet und müssen je nach Rasse den Zuchtstandards und Bestimmungen angepasst sein. Zurzeit unterscheidet man zwischen 60 verschieden Rassen. Eine genaue Zahl ist allerdings aufgrund der zahlreichen Zuchtmöglichkeiten nach obenhin offen.