Verhütende Creme mit Applikator

 

Chemische Barrieren gibt es als Gel, Schaum, Creme, Tabletten, Zäpfchen oder auch als Schwämmchen rezeptfrei in der Apotheke. Die chemischen Barrieren werden vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt und blockieren den Samen zum einen mechanisch (Barriereschicht), zum anderen können sie ihn lähmen oder abtöten. Die Sicherheit hängt stark von der verwendeten Substanz und der richtigen Anwendung ab, da die Präparate unterschiedlich wirksam sind. Der Pearl-Index schwankt deshalb zwischen 5 – 20.

Vorteile solcher chemischen Barrieren sind, dass eine Anwendung nur bei Bedarf erfolgt. Zudem können chemische Verhütungsmittel bis zu einem gewissen Grad vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen. Nachteilig können sich ein Wärmegefühl oder Reizung an Scheidenhaut oder Penis auswirken. Manchmal kommt es zu Schleimhautreizung in der Scheide mit Brennen und zu vermehrtem Ausfluss mit chemischem Geruch und Geschmack.

Als alleinige Verhütung ist diese Methode zu unsicher, sinnvoll ist sie dann, wenn die regelmäßige Pilleneinnahme vergessen wurde oder in Kombination mit einem Kondom oder Diaphragma verhütet wird. In letzterem Fall kann die Verhütung zuverlässig funktionieren. Allerdings sollte beachtet werden, dass Gleitgele und manche chemische Verhütungsmittel die Sicherheit von Kondomen mindern können.