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Jeder zweite in Deutschland leidet gelegentlich unter dem Wetter und klagt bei Regen, Sturm oder Hitze über Unwohlsein, ist unkonzentriert oder fühlt sich erschöpft. Zwar ist statistisch nachgewiesen, dass Beschwerden wie diese bei bestimmten Wetterlagen wie z. B. Temperaturumschwüngen tatsächlich gehäuft auftreten, jedoch ist noch unklar, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Wird das Wetter jedoch zur Qual, kann der Umzug in eine andere Klimaregion helfen. Besonders zwei Gruppen von Menschen leiden unter Wetterumschwüngen. Die „Wetterempfindlichen“ sind chronisch krank, beispielsweise Rheumatiker, Asthmatiker oder Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen. Ihre Beschwerden verschlimmern sich oftmals bei Wetterumschwüngen. Die zweite Gruppe bilden die „Wetterfühligen“, die nicht chronisch krank sind, jedoch darunter leiden, dass ihr vegetatives Nervensystem äußerst empfindlich auf Wetterumschwünge reagiert. Die Betroffenen fühlen sich oft müde und abgeschlagen und klagen über Kopfschmerzen. |
Normalerweise ist ein Wetterumschwung für den Menschen kein Problem, der Körper kann sich idealerweise fortlaufend an das umgebende Klima anpassen. Doch „Wetterempfindliche“ und „Wetterfühlige“ sind dazu nicht in der Lage und führen oft einen Kampf mit dem sogenannten „Bioklima“, wie die Meteorologen den Einfluss der Witterung auf den menschlichen Organismus nennen. Der Deutsche Wetterdienst berät Betroffene, die an der Witterung in ihrem Wohnort so sehr leiden, dass sie einen Umzug erwägen. Generell gut für „Wetterempfindliche“ und „Wetterfühlige“ ist das sogenannte Schonklima, wie man es ab einer Höhe von etwa 200 Metern im Schwarzwald oder dem Bayrischen Wald findet. Weil hier der Luftdruck und die Temperaturen kaum schwanken, muss sich der Organismus nicht ständig neu auf das Wetter einstellen und wird dadurch entlastet. Die auch im Sommer angenehm milden Temperaturen und die saubere Luft sind besonders für Menschen mit Herz-Kreislauf- und Atembeschwerden ideal. Wer dagegen seinen Organismus abhärten will, indem er ihn an Wetterumschwünge gewöhnt, der sollte die Reizklimata an Nord- und Ostsee mit ihren niedrigen Temperaturen und frischen und böigen Winden aufsuchen. Doch Vorsicht ist hierbei für extrem wetterfühlige Personen geboten, da die Wetterumschwünge deutschlandweit hier am intensivsten und häufigsten sind. |