Facelifting - Das Alter wegoperieren lassen?

 

Stress, Sorgen und genetisch bedingte Alterung sind am schnellsten und deutlichsten im Gesicht zu erkennen: Hängende Ober- oder Unterlieder, Falten und eine schlaffe Gesichtshaut sind untrügliche Zeichen des Alters, die viele Menschen nicht nur kaschieren, sondern auch beseitigen wollen. Zehn Prozent aller plastisch-chirurgischen Eingriffe in Deutschland fallen auf das Konto des Faceliftings. Gerade bei Männern und Frauen ab 40 Jahren werden Faceliftings immer beliebter. Mit den heutigen Mitteln der plastischen Chirurgie ist es möglich, mit dem biologischen Alter von 50 Jahren zwanzig Jahre jünger auszusehen. Das verlockt viele zu einem Facelifting - doch vor einer Operation sollte man auch die Risiken beachten.

Das Facelifting umfasst sämtliche Korrekturen des Gesichts, wie zum Beispiel Nasen- und Lidkorrekturen, Hautstraffung und Faltenbeseitigung. Kleinere Maßnahmen wie beispielsweise das Wegspritzen von Falten werden unter lokaler oder Teilnarkose vorgnommen, ein umfassendes Facelifting wird jedoch immer unter Vollnarkose getätigt. Dabei werden in den meisten Eingriffen die Stirn mit Anhebung der Augenbrauen und Glättung der "Zornesfalten" gestrafft, die Wangen angehoben und gleichzeitig der Hals gestrafft, indem Kinnfett entfernt wird. Dieses "Rundum-Programm" ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen das meistdurchgeführte Facelifting in Deutschland. Hierbei werden die Haut und die zugehörige Muskulatur großräumig präpariert, um das Gewebe anzuheben und somit die Haut straffer scheinen zu lassen. Überflüssige Haut oder einzelne Fettpartien werden dabei entfernt.

Nach der Operation sollte man noch etwa zwei Tage in der Klinik verbringen, um den Heilungsverlauf zu überwachen und das Risiko für eventuelle Begleiterscheinungen des Faceliftings wie Schwellungen und Blutergüsse möglichst niedrig zu halten. Die endgültige Heilung kann jedoch bis zu mehreren Wochen dauern, auch Sport sollte erst etwa vier Wochen nach dem Facelifting wieder getätigt werden.

Trotzdem kann es bei Patienten eines Faceliftings zu sichtbaren Narben oder Wundheilungsstörungen kommen; besonders hoch ist die Gefahr für Menschen mit problematischer Gesichtshaut und starken Rauchern. Gerade deshalb ist es wichtig, sich vor einem Facelifting sorgfältig bei dem behandelnden Chirurg über die individuellen Möglichkeiten und Risiken eines Faceliftings zu erkundigen. Denn da die Bezeichnung "Schönheitschirurg" in Deutschland nicht geschützt ist, werben auch viele Ärzte, die keine spezielle Approbiation haben für ein Facelifting in ihrer Praxis. Doch nur plastische Chirurgen sowie Hals-Nasen-Ohrenärzte, Kiefer- und Gesichtschirurgen haben eine besondere Facharztausbildung für Eingriffe im Gesichtsbereich und sollten bei einem gewünschten Facelifting konsultiert werden.