Fettabsaugung - Ein flacher Bauch durch das Messer?

 

Für viele Menschen, die unter ihrem Gewicht leiden und denen auch weder Diät noch Sport Abhilfe leisten können ist ein operativer Eingriff meist der letzte Ausweg. Doch auch immer mehr Menschen, die unter einzelnen Problemzonen wie Bauch oder Beine leiden, entscheiden sich für eine Fettabsaugung.


Eine Fettabsaugung ist eine Form der Schönheitsoperation, die am dritthäufigsten in Deutschland durchgeführt wird: Gut 14 Prozent aller Patienten einer Schönheitsoperation begeben sich unters Messer, um dem Fett zu Leibe zu rücken. Die Verfahren der Fettabsaugung sind unterschiedlich und sollten den individuellen gesundheitlichen Bedürfnissen des Patienten und den medizinischen Notwendigkeiten angepasst werden.


Grundsätzlich wird bei einer Fettabsaugung zuerst Flüssigkeit in einer bestimmten Zusammensetzung, zum Beispiel Kochsalz oder Adrenalin, in die abzusaugenden Körperbereiche injiziert. Bei dieser sogenannten Tumeszenz-Technik wird unter anderem die Einblutung während des Fettabsaugens verhindert und somit Blutergüsse vermieden. Außerdem ist die Tumeszenz-Technik vorraussetzend, um einen Ultraschall anzuwenden. Bei der Tumeszenz-Technik und der Feinkanülen-Technik geschieht die Fettabsaugung mit dünnen Saugkanülen, die von der Tiefe her bis nah an die Hautoberfläche geführt werden. Bei der Ultraschallmethode ist es sowohl möglich, die oberflächlichen Bereiche der erschlafften Haut als auch die tiefer gelegen Schichten auf die Fettabsaugung vorzubereiten, indem der Ultraschall eine Fettauflösung im Gewebe vornimmt, ohne dabei die Blut- und Nervenbahnen zu gefährden. Somit kann das gelöste Fett leichter und risikoarmer abgesaugt werden. Die Vibrationstechnik bereiten auf die Fettabsaugung vor, indem Kanülen verschiedener Größe durch einen Motor rasch hin- und herbewegt werden, was die Einführung der Saugkanülen in das Gewebe erleichtert.

Trotz der grundsätzlich notwenigen Vollnarkose ist eine Fettabsaugung meist sehr schmerzhaft. Der Heilungsprozess dauert mehrere Wochen, in denen unter anderem Kompressionsmieder getragen werden müssen, um die betreffenden Körperstellen zu stützen und das Gewebe zu schützen. Auch die Bewegungsmöglichkeiten sind oftmals stark eingeschränkt, da die Haut und das Gewebe nach einer Fettabsaugung extrem empfindlich sind und das Risiko von Nachwirkungen wie schlechte Wundheilung besteht.

Fettabsaugungen werden nicht von der Krankenkasse bezahlt und sollten - trotz verlockender Dumpingangebote - nur bei fachlich ausgebildeten Chirurgen vorgenommen werden, um die Fettabsaugung so sicher und wirkungsvoll wie möglich zu halten.