Kompressen – Ein vielseitiges Verbandmittel

 

Eine Kompresse ist ein Verbandmittel. Dabei kann es sich um ein gefaltetes Tuch oder ein Mullstück, das zur Blutstillung auf die Wunde gelegt wird, handeln. Eine Kompresse dient auch zum Schutz vor bakterieller Infektion der Wunde. Es kann eine Salbe auf die Kompresse aufgetragen werden, die die Heilung der Wunde unterstützt. Kompressen gibt es grundsätzlich in allen denkbaren Größen. Meist entsprechen sie jedoch der DIN 61630 Norm und sind entweder steril oder unsteril im Handel erhältlich. Medizinische Vliesstoffkompressen (Mullkompressen) sind in der DIN EN 14079ff genormt. Es gibt aber neben dem Verband einer Wunde auch andere Anwendungsmöglichkeiten von Kompressen.

Kaltkompressen werden z.B. in der Medizin zum Kühlen von Knochenbrüchen und Verstauchungen angewendet. Auch bei Verreckungen und Prellungen bei Sportunfällen erwiesen Kaltkompressen einen guten Dienst, da sie das Anschwellen des verletzten Gelenks verhindern. Legt man sie sofort auf die Verletzung, können sie auch zur Schmerzlinderung beitragen.

Wärmekompressen werden gerne bei Unterleibsschmerzen, verursacht durch die Menstruation der Frau, oder normalen Bauchschmerzen verwendet. Die Wärme lindert die Verkrampfung und der Bauch entspannt sich. Die Schmerzen werden weniger und das warme Gefühl vermittelt einen Wohlfühlfaktor.

Kompressen sind daher aus dem täglichen Gebrauch nicht mehr wegzudenken. Man sollte daher nicht nur seinen „Erste Hilfe“-Kasten im Auto regelmäßig wieder mit Kompressen aufstocken. Es ist auch ratsam, Kühlkompressen stets im Kühlschrank aufzubewahren. So kann man, kommt es zu einer Verletzung, schnell reagieren.