Nasenkorrekturen

 

Zehn Prozent aller Schönheitsoperationen in Deutschland betreffen die Nase: Nasenkorrekturen werden immer häufiger vorgenommen und es sind längst nicht mehr rein medizinische Gründe, die viele Menschen unters Messer bringen. Immer mehr Jugendliche, besonders Mädchen, sind mit ihrem Aussehen nicht zufrieden und entscheiden sich deshalb für eine Nasenkorrektur. Was bei einer Nasenkorrektur geschieht und wann sie notwendig oder nur eitle Spielerei ist, ist jedoch vielen unbekannt.

Dabei gehört die Nasenkorrektur zu einer der ältesten plastischen Operationen an einem Körperorgan und datiert bis ins 15. Jahrhundert zurück. Damals noch mit Fremdmaterialien und ohne Narkose, verläuft eine Nasenkorrektur heute weniger schmerzhaft und fast ausschließlich unter der Verwendung von körpereigenem Gewebe.

Eine Nasenkorrektur kann unterschiedliche Gründe haben, doch die Operation ist in jedem Fall anspruchsvoll und aufwendig. Funktionelle Nasenkorrekturen werden an Patienten vorgenommen, die gesundheitliche Beschwerden an der Nase haben und diese nur auf medizinischem Wege lösen können, beispielsweise eine Deformierung der Nase, die Atembeschwerden verursacht oder Verwachsungen des Knorpels. Nasenkorrekturen aus medizinischen Gründen werden auch mit von der Krankenkasse bezahlt. Eine zunehmend größeren Anteil der Eingriffe machen aber auch die ästhetischen Nasenkorrekturen aus, die oftmals aus subjektiver Empfindung der Patienten resultieren, jedoch medizinisch nicht notwendig sind, wie zum Beispiel die Begradigung des Nasenhöckers. Vor beiden Hintergründen der Nasenkorrekturen sollte jedoch der Grundsatz stehen, dass die Anatomie und Proportion des Gesichtes gewahrt bleiben und die Atemfunktion nicht beeinträchtigt wird.

Die Nase besteht aus vielen unterschiedlichen Gewebearten wie Haut, Bindegewebe, Knochen und Knorpel. Je nach Anlass der Korrektur und Wunsch der Patienten werden die Knorpel abgetragen oder Knochen entfernt, meist unter Vollnarkose. Das gilt es im Vorwege einer Nasenkorrektur zu bedenken, denn da die Nase puzzleartig zusammen gesetzt ist und ihre einzelnen Bestandteile aufeinander aufgebaut sind, müssen, wenn ein Teil bei einer Nasenkorrektur operativ verändert wird, auch oftmals andere Teile verändert werden. Das heißt: Nicht jeder kann eine Nase wie Marilyn Monroe haben, denn auch nach der Operation können Faktoren wie der individuelle Heilungsverlauf oder die Bildung von Narbengewebe das endgültige Aussehen der Nase nach der Korrektur beeinflussen.