|
Der kleine Inselstaat Yap inmitten des Pazifiks ist als „Land des Steingeldes“ bekannt. Den Besucher erwarten neben einer einmaligen Kultur nahezu unberührte Landschaften und eine intakte Unterwasserwelt, die seinesgleichen sucht. Die zu Mikronesien gehörenden Yap-Inseln öffneten sich erst 1989 dem Tourismus und pflegen immer noch eine traditionelle Lebensweise. Von dem insgesamt 250000 Quadratkilometer großen Staatsgebiet von Yap befinden sich nur 124 über Wasser. Nur wenige der 134 Inseln und Atolle vulkanischen Ursprungs sind bewohnt. Ein Zeuge der einzigartigen Kultur Yaps ist das Steingeld, das bis zu mehrere hundert Kilo schwer sein und bis zu drei Meter Durchmesser haben kann. Diese Steinscheiben dienten einst als Zahlungsmittel und besitzen heute noch einen überlieferten Wert. Dieser misst sich an der individuellen Geschichte des Steines. Bezahlte ein Familienmitglied die gefährlich Überfahrt von den Rock Islands auf Palau, wo das Geld aus dem Fels gehauen wurde, mit dem Leben, so stieg der Wert des Steins. |
Auf alten Steinstraßen im Urwald können Kulturliebhaber auf Yap auf Entdeckungsreise zu den riesigen, alten Steingeldrädern aufbrechen, eines der traditionellen Männerhäuser besichtigen oder sich auf die Suche nach Überresten der deutschen Vergangenheit begeben. Die deutsche Epoche brachte Yap das erste Krankenhaus, eine Telegraphenstation und den Tareng-Kanal, der auch heute noch befahren wird und eine der landschaftlich schönsten und schnellsten Verbindungen zwischen den Inseln darstellt. Grüne Hügellandschaften, üppige Mangrovenwälder, weiße Sandstrände und das in zahllosen Farbschattierungen schimmernde Meer machen den landschaftlichen Reiz Yaps aus. Taucher rühmen die Gewässer rund um Yap als Geheimtipp zur Beobachtung der ganzjährig dort lebenden Riesen-Mantarochen. Diese imposanten, bis zu 500 Kilogramm schweren und mit einer Spannweite von bis zu über vier Metern großen Tiere ziehen rund um Yap ihre Kreise durch die verschiedenen Tauchgründe. Gefahrlos lassen sich die friedliebenden Tiere bei ihrem Gleitflug durch den Ozean beobachten. |