Berchtesgadener Land - Über und unter Tage eine Augenweide

 

Der König der Heimatdichter Ludwig Ganghofer sagte einst über das Berchtesgadener Land: „Herr, wen Du lieb hast, den lässt Du fallen in dieses Land.“ Dies unterstreicht der Besucher sofort, der im Berchtesgadener Land ein besonders malerisches Fleckchen Erde in den deutschen Alpen vorfindet und eine Idylle, in der man den Fotoapparat am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen würde.

Auf dem Jenner stehend kam Ganghofer zu jener Aussage und auch heut noch beeindruckt das sich bietende Bild den Besucher, tief unten der smaragdgrün leuchtende Königssee, ringsum mehr als 100 eisgraue, gezackte Bergspitzen. Heute bezwingen diese aber nicht mehr den Jenner in schweißtreibender Kraxelei, sondern in 20 Minuten mit der Zweier-Gondelbahn. Im Winter geht es noch wesentlich flotter bergab mit der herrlichen 5,6 Kilometer langen Talabfahrt direkt hinunter nach Königssee.

Der Winter im Berchtesgadener Land ist besonders malerisch, mit den Orten Schönau am Königssee, Berchtesgaden, Ramsau und Bischofswiesen warten auf den Besucher romantische Szenerien verschneiter Häuser. Und über allem thront der Watzmann, mit 2713 Meter Deutschlands zweithöchster Berg. Ebenso im Winter starten auch die Boote der Staatlichen Schifffahrt Königssee zur Fahrt hinüber nach St. Bartholomä zur zwiebeltürmigen Wallfahrtskirche. Weltberühmt ist hier auch das Echo vom Königssee, das bis zu sieben Mal erklingt.

Für Wintersportler wartet im Berchtesgadener Land ein kleiner, aber feiner Skizirkus mit etwa 50 Kilometer Pisten zwischen 600 und 1800 Metern Höhe. Zudem führen gut 120 Kilometer Winderwanderwege zu den schönsten Ausflugszielen. Für einen Schlechtwettertag kann man sich das Salzbergwerk in Berchtesgaden vormerken, wo man in kleinen Grubenwagen in den Salzberg fährt. Wenn man schließlich über den geheimnisvoll schimmernden Salzsee gleitet, wird der Besucher des Berchtesgadener Land begeistert feststellen: Hier ist sogar die Unterwelt eine Augenweide.