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Höhlen bergen faszinierende Einblicke unter die Erde, die nur an wenigen Stellen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ist. Schauhöhlen bieten für viele Menschen die einzige Möglichkeit, die unterirdischen Landschaften kennenzulernen und mehr über ihre Entstehung und Geschichte zu erfahren. Als Schauhöhlen werden Höhlen bezeichnet, die meist auf ausgebauten Wegen begehbar und mit elektrischer Beleuchtung ausgestattet sind. Vor allem in den Sommermonaten, vereinzelt auch im Winterhalbjahr, finden regelmäßig Führungen durch die Höhlen statt. Die Mehrzahl der Schauhöhlen liegt in Karstlandschaften wie der Schwäbischen und der Fränkischen Alb. Zur Besichtigung einer ausgebauten Schauhöhle bedarf es keiner speziellen Ausrüstung. Trotzdem sollte man bedenken, dass in den meisten Höhlen die Luft sehr feucht ist und die Temperaturen das ganze Jahr über bei etwa 10°C liegen. Auch im Sommer sollte man also an warme Kleidung denken, wenn man den Besuch einer Schauhöhle plant. Die Karstgebiete sind geprägt durch Kalkgestein, in dem im Laufe von Jahrtausenden die Höhlen entstanden sind. Voraussetzung für die Entstehung der Höhlen ist neben dem Kalkgestein auch fließendes Wasser, das im Gestein vorhandene Risse und Klüfte durch Auswaschung und Lösung vergrößern kann. Neben den Tropfsteinen und anderen Mineralien sind in vielen Höhlen auch Überbleibsel früherer Bewohner zu bestaunen, denn sowohl Knochen und ganze Skelette von Höhlenbären und anderen Tieren, als auch menschliche Siedlungsreste werden gezeigt. |
Um viele Höhlen ranken sich auch Sagen und Geschichten. Fast jeder kennt die Geschichte von Kaiser Barbarossa, der unter dem Kyffhäuser schläft. Und tatsächlich wurde 1865 eine Höhle entdeckt. Die Barbarossahöhle kann auf einem rund 800m langen Rundweg besichtigt werden und ist die einzige Deutsche Schauhöhle, die im Kalziumsulfat (Gips) liegt. Die Marienglashöhle bei Friedrichroda ist eigentlich keine Höhle, sondern Teil eines alten Bergwerks, wo die Wände mit fast durchsichtigen Gipskristallen bedeckt sind. Die Saalfelder Feengrotten sind ebenso Überreste eines alten Bergwerks. Hier haben sich im Laufe von Jahrhunderten zahlreiche Tropfsteine an den Wänden gebildet. Auch die Niederaltdorfer Tuffhöhle ist eine Besonderheit, da sie gleichzeitig mit dem sie umgebenden Tuffgestein entstand. Die Laichinger Tiefenhöhle ist die einzige als Schauhöhle ausgebaute deutsche Schachthöhle. An der tiefsten begehbaren Stelle befindet man sich immerhin 55m unter der Erdoberfläche. Hoch hinaus muß man, wenn man die Schellenberger Eishöhle besuchen möchte. Die einzige Schauhöhle Deutschlands mit permanentem Eis liegt auf über 1500m Höhe und für die Führung werden Karbidlampen benutzt, die der Höhlenführer zur Verfügung stellt. |