Cilento - Das unentdeckte Paradies

 

Cilento ist immer noch ein Geheimtipp, wenn die Reiseführer von Paestum berichten, machen sie meist einen Sprung nach Sizilien und Sardinien und unterschlagen dabei eines der schönsten Fleckchen italienischen Bodens. Direkt hinter Paestum beginnt Cilento auch schon, dass zur Provinz Salerno gehört, im Land Kampanien, wovon vor allem die Touristenmagnete Capri, Ischia und die Amalfiküste bekannt sind.

In Cilento bilden immergrüne Eichenwälder, karstige Felsen, tiefe Schluchten und liebliche Olivenhaine einen reizvollen Kontrast zu türkisblauem Wasser, schroffen Klippen und sanft geschwungenen Buchten mit sauberen Stränden. Die Dörfer sind erreichtet auf den steinigsten und unfruchtbarsten Stellen, um scheinbar keinen Zentimeter des Bodens zu verschwenden, dem die Einwohner von Cilento in mühevoller Arbeit Zitronen, Wein und Oliven abringen. Der Esel gehört wie in Vorzeiten als Transporttier zum Bild, da die technische Ackerbaugeräte nicht überall hinkommen. Trutzige Kirchen vervollkommnen das Landschaftsbild, Ruinen, Wehrtürmchen und Zitadellen berichten von den vielen Eroberern, die diese Landschaft im Laufe der Jahrtausende heimgesucht haben.

Neben der Attraktion, ein großes Kulturerbe zu besitzen, kann Cilento auf eine einzigartige Fülle von Naturschätzen stolz sein. Beeindruckende Bergstrecken führen durch das Innere des Cilento. Alte Städtchen wie Roccadaspide, Castel San Lorenzo oder Bellosguardo sind hochgelegen und bieten herrliche Ausblicke auf weitläufige Täler. Die höchsten Gipfel erreichen fast die zweitausender Grenze, während sich die Schluchten der Flüsse Alento, Sele, Calore tief in die grüne Landschaft schneiden.

Außer mit dem Wolkenkratzer in einer lärmenden Großstadt kann in Cilento mit fast allem gedient werden. Tauchen, Segeln, Radfahren, Trekking, Naturbeobachtung, Archäologie, Geschichte oder Kultur lassen sich finden. Oder man kann einen Blick hinter die Kulissen werfen und lernen, wie Mozzarella, Olivenöl oder Wein hergestellt werden. Die Menschen des Cilento, die durch ihre harten Lebensbedingungen und ihre wechselhafte Geschichte zu wahren Experten in Gastfreundschaft und Nachbarschaftshilfe geworden sind, haben sich außerdem ihr Brauchtum und ihr Folklore bewahrt.