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Mächtige Gipfel faszinieren. Ragen empor und inspirieren. Menschen beginnen zu philosophieren und laut zu jubilieren beim Anblick der schönsten Berg in den Dolomiten, heißt es. Die Dolomiten sind eine Gebirgskette der südlichen Kalkalpen und verteilen sich auf die italienischen Regionen Trient-Südtirol und Venetien sowie auf die Provinzen Südtirol, Belluno und Trentino. Die Dolomiten bilden das Verbreitungsgebiet der Ladiner und werden von der Sprachgrenze zwischen Deutsch und Italienisch durchlaufen. Das Land Südtirol zeichnet sich durch seine enorme Vielfalt an prächtigen Schlössern, imposanten Burgen und wunderschönen Ansitzen aus. Nirgendwo sonst im europäischen Raum liegen so viele mittelalterliche Anwesen so nah beieinander wie hier, die es zu erkunden gilt. Mit seinen rund 400 Burgen und Schlössern ist Südtirol jene Region mit den meisten Bauwerken aus mittelalterlicher Zeit. So verwundert es auch nicht, dass die Welt der Sagen in den Dolomiten eine sehr große Rolle spielt. Die Dolomitensagen umfassen Themen von Freveltaten, Zauberern, Hexen, Rittern und Ungeheuern wie etwa das Spinna del Mur, ein Fabelwesen, das halb Spinne, halb Esel ist. Schon seit Jahrhunderten werden in den Dolomiten wahre Kunstwerke aus Holz gefertigt. Besonders Heiligenstatuen, Krippenfiguren und Masken sind beliebte Mitbringsel. Ein Ausflug in eine der Werkstätten oder Läden lohnt sich und bietet einen Einblick in dieses traditionelle Südtiroler Kunsthandwerk. Das Patschenmachen ist ein uraltes Handwerk, welches heute nur noch sehr wenige beherrschen. Es bedarf einiger gekonnter Handgriffe, sowie Ruhe und Geduld, bis nach ungefähr einem Tag Arbeit aus Filz und Faden die fertigen Patschen entstehen. Das Klöppeln ist ein traditionelles Handwerk, bei welchem mit spindelförmigen, meist aus Holz bestehenden Spulen und dem daran befestigen Garn Spitzen angefertigt werden. Alte Bräuche und Traditionen der Dolomiten faszinieren immer wieder die Besucher. Die Herz-Jesu-Feuer kann man auf den Bergen Südtirols immer am zweiten Sonntag nach dem Fronleichnamfest im Juni bewundern. Das „Krapfenbetteln“ ist ein alter Brauch, der Anfang November zu Allerheiligen ausgetragen wird. Maskierte Krapfenbettler ziehen von Hof zu Hof um so genannte „Sauren“ (Roggenkrapfen) von den Bäuerinnen zu betteln. Es heißt wo die Krapfenbettler gewesen sind, soll ein ertragreiches Jahr geben. Dieser Brauch ist eine Mischung von Fruchtbarkeitskult und Totenverehrung, da er zu Allerheiligen-Abend stattfindet, wo auch den Toten gedenkt wird. |
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