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Siena in der Toskana gilt als eine der schönsten Städte der Toskana und Italiens. In ihrer mittelalterlichen Altstadt fahren keine Autos, ruhig und beschaulich präsentiert sie sich ihren Besuchern. Rotbraune Backsteinbauten, verwinkelte Gassen und der muschelförmige Piazza del Campo, der sich in der Senke der drei Hügel ausbreitet, auf denen Siena vermutlich im ersten Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde - Siena lädt ein zum Träumen und Eintauchen in jahrtausendalte Geschichte. Schon immer befand sich Siena in Rivalität mit Florenz, sowohl in politischer, wirtschaftlicher und künstlerischer Hinsicht. Während Florenz als Paradebeispiel einer Renaissancestadt vor allem durch die Masse und Größe seiner Bauwerke und Kunstwerke beeindruckt, hat Siena den mittelalterlichen Charakter der speziell italienischen Gotik erhalten. Kaum eine andere toskanische Stadt ist so touristenfreundlich wie Siena: Mit unzähligen Beschilderungen ausgestattet hilft sie ihren Besuchern sich nicht zu verlaufen. Doch gutes Schuhwerk und eine Menge Puste sollte man trotzdem mitbringen, will man Sienas Schätze bewundern. Die Stadt ist zwar gleichbleibend schön, doch die Straßen und Gassen sind ein einziges Auf und Ab - die drei Hügel machen es möglich. |
Wer sich vom vielen Spazieren erholen möchte, der hat die Wahl zwischen Sienas vielen attraktiven kulturellen Angeboten. Das gotische Rathaus Palazzo Pubblico mit dem 102 Meter hohem Turm, der Siena ihre typische Silhouette verleiht, lädt mit seinen Verzierungen, Zinnen und sienesischen Bögen über den Fenstern zum Verweilen ein. In der Basilica San Domenico kann das Haupt der Stadtheiligen Katharina sowie ihr in Silber gefasster Finger bestaunt werden. Und alle Kunstliebhaber schließlich kommen in der Pinacoteca Nazionale auf ihre Kosten, in der etwa 700 Bilder die sienesische Malerei des 13. bis 16. Jahrhunderts repräsentieren. Doch die 54.000 Einwohner lassen Siena nicht als eine Stadt der Vergangenheit erscheinen, sondern füllen sie mit Leben - zahlreiche Feste und vor allem das Pferderennen "Palio", das jedes Jahr Tausende von Besucher anlockt, überzeugen davon. |