Madeira - Die Blumen- und Holzinsel im Atlantik

 

Die Insel Madeira liegt ca. 700 km von der Westküste Afrikas und 1000 km vom portugiesischen Festland entfernt. Mitten im Atlantik nimmt sie eine Fläche von 740 Quadratkilometern ein. Madeira hat eine sehr gebirgige Oberfläche, während das zur Inselgruppe dazugehörende Porto Santo mit einer Fläche von 42 Quadratkilometern nahezu eben ist.

Den Europäern ist Madeira bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt, wurde aber erst ab 1419 besiedelt, als die Portugiesen zu ihren Entdeckungsreisen in See stachen. Madeira erlebte seine Blütezeit im 16. und 17. Jahrhundert, als der Handel florierte. Noch heute findet man die Spuren dieses Zeitalters in der Kultur und Architektur der Insel. In dieser Zeit wurde auch der Weinbau auf Madeira eingeführt, noch heute ist der Name Madeira auch ein Synonym für einen Süßwein, bei dessen Genuss man die Süsse und Milde der Region zu schmecken scheint.

Der Name der Insel leitet sich vom Begriff Holz ab, was wohl an den dichten Wäldern liegen mag, die die Entdecker vorfanden. Da die Insel seit dem Zeitalter der Entdeckungen als Zwischenstation diente, wurde eine Vielzahl exotischer Pflanzen und Blumen nach Madeira gebracht. Im Süden gedeihen mediterrane und exotische Spezies, während an der Nordküste große Bäume die Hänge und Schluchten bedecken.

Das Wandern gehört zu den Hauptanziehungspunkten der Insel, deren Umwelt noch intakt ist. Wem der Sinn nach längeren Wanderungen steht, wird auf Madeira auch fündig. Im relativ dünn besiedelten Inselinneren locken zahlreiche Berggipfel. Der Ort Santana mit seinen typischen dreieckigen Strohdachhäusern liegt im Naturpark Madeira, dem schönsten Wandergebiet der Insel.

Anlässlich der Weihnachts- und Neujahrsfeierlichkeiten erinnern die ähnlich einem Amphitheater über der Bucht angeordneten Häuser von der Hauptstadt Funchal mit mehr als 250000 bunten Lämpchen an eine große Krippe. Das Feuerwerk an Silvester hat internationale Berühmtheit erlangt. Andere Feste sind der Karneval, das Blumenfest, das Funchal nach Ostern mit seinen betörenden Farben und Düften erfüllt und die unzähligen volkstümlichen und religiösen Feste, die in allen Orten der Insel vor allem in den Sommermonaten stattfinden.