Menorca - Das kleine Naturwunder

 

Eine Legende besagt, dass die Winde von Menorca die Persönlichkeit der Menschen verändern können. Möglicherweise ist das der Grund, weshalb Menorca in den letzten Jahren zu so einem beliebten Reiseziel avancierte. Menorca ist die östlichste Insel der spanischen autonomen Region Balearen und zählt auf knapp 695 Quadratkilometern 80.000 Einwohner.

Die "kleine" Insel, wie die Römer sie im Gegensatz zum "großen" Mallorca nannten, ist in ihrem Inneren fast unberührt. Und davon profitieren Einheimische ebenso wie Urlauber: Auf Menorca finden sich noch Reste einer interessanten und jahrtausendalten Kultur. Genauso lässt die "kleine Schwester" Mallorca aber auch das Herz aller höher schlagen, die Entspannung oder Wassersport suchen: Auf rund 216 Kilomtern findet man um Menorca herum strahlend weiße Strände und einsame Buchten, die viel Abwechslung verprechen. Die weißen Sandstrände im Süden von Menorca, "Migjorn", liegen meist an den Abhängen von Pinienwäldern mit reicher Vegetation und laden zum ausgiebigen Sonnebaden ein. Die Küste im Nordteil der Insel, "La Tramuntana", ist abrupter, mit Felsen, an denen sich das Meer bricht ein Paradies für Surfer. Besonders ungewöhnlich ist dabei die Perfektion der Landschaft: Fast die Hälfte der Insel steht unter Landschafts- und Naturschutz. Viele unbebaute Strände und ursprüngliche Landschaften sind somit erhalten geblieben.

Doch Menorca glänzt nicht nur mit seiner malerischen Landschaft und den idealen Badebedingungen im mediterranen Klima, sondern bietet noch zahllose weitere Vorzüge. Die Hauptstadt der Insel, Mahon, hat noch immer das Ambiente aus der Kolonialzeit, eine Spur, die die einstige britische Besatzung hinterließ. Besonders sehenswert sind dort das Rathaus mit seiner klassizistischen Fassade, die Kirche Santa Maria im spätgotischen Stil mit ihrer monumentalen Orgel aus dem Jahr 1810 sowie der Hafen mit seiem großen Angebot an Straßencafés und Restaurants, in denen man das mediterrane Flair und originelle Spezialitäten wie Kaninchen mit Mandelsauce genießen kann.

Auch die ehemalige Hauptstadt Menorcas, Ciutadella, ist ein Besuch wert. Ihre Altstadt, ein nationales historisches Kulturdenkmal, und der Naturhafen gelten zu den bezauberndsten Sehenswürdigkeiten der Insel.

Das traditionelle Menorca lässt sich am besten am Johannistag erleben, das seit dem Mittelalter ohne Unterbrechung am 23. Juni stattfindet und die Festtauglichkeit der Stadt unter Beweis stellt. Ebenso kann man Zeuge von Ritterturnieren und der Herstellung des berühmten "Mahón-Menorca"-Käses werden oder einfach nur am Strand den Sonnenuntergang beiwohnen - Menorca birgt viele Überraschungen.