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Jedes Jahr lassen sich mehr als fünf Millionen Besucher von Prag verzaubern. Damit steht die herrliche Stadt an der Moldau ganz oben auf der Hitliste der beliebtesten Metropolen Europas. Geschichte und Geschichten gehören zu dieser Stadt wie die sieben Hügel, auf denen sie erbaut wurde. Vor 1000 Jahren prophezeite die sagenumwobene Fürstin Libuse hoch auf einem Felsen über der Moldau: „Ich sehe eine große Stadt, deren Ruhm bis an die Sterne reicht!“. Die legendäre Gründerin Prags sollte recht behalten. |
Ein Spaziergang durch die Goldene Stadt gleicht einem Streifzug durch die Jahrhunderte. Fängt man oben in Prag an, fährt man mit der Zahnrad-Bahn hinauf zum Petrin und erklimmt die 299 Stufen des 60 Meter hohen „Mini-Eifelturms“. Oder man besteigt den Pulverturm und taucht dann in die vielen verwinkelten Gässchen der Altstadt Prags. Straßenmusiker geben rund um das Jan-Hus-Denkmal, einen böhmischen Reformator, der 1415 als Ketzer verbrannt wurde, den Ton an. In der Gasse U radnice Nr. 5 erblickte einer der bekanntesten Söhne der Stadt, der Schriftsteller Franz Kafka, 1883 das Licht der Welt. Seine Kindheit verbrachte er gleich neben dem Altstädter Rathaus mit seiner astronomischen Uhr. Die Stadtväter Prags ließen den Baumeister Hanus 1490 „zum Dank“ mit einem glühenden Schwert blenden, damit er kein vergleichbares Uhrwerk mehr konstruieren konnte. Kurioses gibt es im Prager Postmuseum zu sehen. Der „Schwarze Penny“, die erste Briefmarke der Welt, lässt das Herz eines jeden Philatelisten höher schlagen. Ein Hochgenuss für Musikfreunde ist das Mozartmuseum in der Villa Bertramka. Dreizehn Haare Mozarts, Notenskizzen, Flügel sowie das Schlafgemach können in Prag besichtigt werden. Der heilige Wenzel hoch zu Ross vor dem Nationalmuseum bewacht Prags Prachtboulevard, den 750 Meter langen Wenzelsplatz. Am einstigen Pferdemarkt stehen die herrlichsten Jugendstilpaläste Spalier. Über die mächtigste der insgesamt 18 Moldau-Brücken, die Karlsbrücke, kommt man hinauf zum Hradschin, der Prager Burg. Wo eins Karl IV. und seine Nachfolger hof hielten, steht heut der Schreibtisch des Präsidenten. |