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Merida ist bekannt unter dem Namen „weiße Stadt“. Wegen der traditionellen Farbe, die oft die Fassaden der mexikanischen Stadt bedeckt, ist Merida eine alte Hauptstadt mit einer Bevölkerung, die tiefgreifende kulturelle Wurzeln besitzt. Mit Merida wurde im Jahr 2000 zum ersten Mal in der Geschichte der 35 amerikanischen Länder eine Stadt für ein Jahr zur „Amerikanischen Kulturhauptstadt“ ernannt, auf Initiative der Organisation der Amerikanischen Staaten. Einer der Hauptanziehungspunkte Meridas ist seine zentrale Lage. Es ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Strände der Karibik vom Hafen von Progresso aus, die Ruinen von Uxmal oder Chichén Itzá sowie die Kolonialstädte Valladolid und Campeche kennen zu lernen. Noch im Stadtbereich von Merida befindet sich die alte prä-hispanische Stadt Dzibilchaltún, deren Name „wo es Inschriften auf flachen Steinen gibt“ bedeutet. Diese Maya-Siedlung ist eine der ältesten Maya-Siedlungen überhaupt. Unter ihren Monumenten ragt die „Casa de las Siete Muñecas“ (Haus der sieben Puppen) hervor, wo man zu jedem Jahreszeitenwechsel am 21. März und am 21. September das Phänomen der Tagundnachtgleiche sehen kann, wenn die Sonne zwischen den Pforten des Monumentes aufsteigt. |
Als die Spanier in der Mitte des 16. Jahrhunderts in Yukatan ankamen, gab es in diesem Gebiet keine nennenswerten Aktivitäten bis auf die Reste der antiken Maya-Stadt. Ein historischer Tag war der 6. Januar 1542, als Don Francisco de Montejo y León auf den Ruinen die neue Stadt gegründet hat. Die neugegründete Stadt wurde nach dem konventionellen hispanischen Vorbild angelegt und im Zentrum findet sich ein Exerzierplatz, umgeben von den wichtigsten öffentlichen Gebäuden, einschließlich der ersten auf amerikanischem Festland gebauten Kathedrale. Nach der Unabhängigkeit erlebt Merida eine Etappe besonderen Aufschwungs während der Blütezeit der Agave. Diese Nutzung brachte Yukatan großen Reichtum und wirtschaftlichen Aufschwung. Doch bist heute bewahrt Merida ihre Konzeption und Tendenz zur flachen Ausbreitung, auf der anderen Seite integriert die Stadt moderne Bauten, Geschäftsgebäude, Kongresshallen, Hotels und große Alleen und Wohnviertel, wodurch sie sich in den letzten Jahren zu einer der vielversprechendsten Städte Mexikos verwandelt hat. |