Montevideo - Die Schweiz Südamerikas

 

Uruguays Hauptstadt Montvideo bildet mit knapp 1,5 Millionen Einwohnern die einzige Großstadt des Landes und konzentriert in sich sowohl dessen Industrie und Handel als auch das kulturelle Leben. Urugay wird von seinen Einwohnern deshalb auch scherzhaft "eine Stadt mit ein paar Bauernhöfen im Hinterland" genannt.

Jene Stadt hält jedoch ihr Versprechen: Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründete Wohlfahrtsstaat hat bis heute Spuren in Montevideo hinterlassen, weshalb die Hauptstadt noch immer als die "Schweiz Südamerikas" gilt. Urlauber können hier bei einem gemäßigtem Klima und 13°C Jahresdurchschnittstemperatur die Prachtbauten an der Plaza de Independencia, malerische alte Gassen, zahllose Oldtimer und antiquierte Stadtbusse bewundern. Die "kleine Schwester" vom argentinischen Buenos Aires an der Mündung des Rio de la Plata zeigt Südamerika von einer eleganten Seite.

Doch die Eleganz bedeutet In Montevideo keine Überheblichkeit: Die Einheimischen Montevideos vermischen sich mit Urlaubern zum Sunset-Sekt auf der Punta Ballena der "uruguayischen Riviera", gehen baden, surfen oder paragliden an den feinsandigen Stränden Montevideos oder im bekannten Badeort Punta del Este, 120 Kilometer weiter östlich gelegen.

Eine freundliche und ausgelassene Stimmung findet man auch in den traditionellen Confiterias, die es in Montevideo an jeder Straßenecke gibt. Diese Mischungen aus Kneipe, Restaurant und Café sind mehr als Verpflegungsstationen, sie sind soziale Treffpunkte für Jung und Alt, wo Studenten neben Geschäftsleuten und Großfamilien sitzen. Noch mehr Montevideo findet man am Mercado del Puerto, einer ehemaligen Markthalle aus Schmiedeeisen, in der sich heute Imbissstände, Kneipen und Restaurants niedergelassen haben.

Wie überall in Südamerika heißt auch in Montevideo die große Leidenschaft Tango. Bis spät in die Nacht locken hier kleine Straßencafés und glanzvolle Bälle zum Tanz. Und da Montevideo das Glück genießt, nicht unter überschwemmenden Besucherwellen zu leiden, findet man auch keine künstlich hergerichtete Touristenmeile, sondern kann tagsüber genauso wie nachts am urtypischen ururguayischen Lebensgefühl teilhaben.