Betten

 

Ungefähr sechs bis acht Stunden täglich verbringen wir mit Schlafen. Beim Schlafen soll sich der Körper vom stressigen Alltag erholen und regenerieren. Damit das auch so gut wie möglich funktioniert, brauchen wir eine, für unseren Körper angenehme Schlaffläche. Hat die Menschheit noch vor tausenden von Jahren, die Nacht auf dünnen Stroh- und Grashaufen verbracht, können wir heute in kuscheligen, weichen und warmen Betten schlafen.
Doch leider tut nicht jedes Bett unserem Körper gut. Es kann zu schmal, zu kurz, zu hart oder zu weich sein und dann liegen wir stundenlang wach, wälzen uns herum und versuchen in allen möglichen Positionen einzuschlafen. Um solche schlaflosen Nächte zu vermeiden, ist es beim Bettenkauf wichtig, zuvor die Liegefähigkeit zu testen. Denn nur so lässt sich herausfinden, ob das zukünftige Bett bequem ist und man darin auch gut schlafen kann.

Im Prinzip ist ein Bett sehr einfach und unkompliziert aufgebaut. Es besteht in der Regel aus einem Rahmen, einem Lattenrost und einer Matratze. Sind die Basisteile aufgebaut, fehlen nur noch Decke und Kissen, damit wir nachts nicht frieren müssen.
Es gibt auch Betten, bei denen der Rahmen gänzlich fehlt und nur ein Untergestell mit Matratze vorhanden ist. Diese Betten werden als Futon-Bett bezeichnet und haben ihren Ursprung im asiatischen Raum.


Schon zur glorreichen Zeit der Ägypter schliefen die Menschen auf Liegen, die kunstvoll verziert wurden. Hier gelangte man über eine kleine Treppe auf das hochbeinige Bettgestell, welches mit einer halbkreisförmigen Kopfstütze aus Holz oder Stein versehen war. Da in dieser Epoche der Menschheit das Bett nicht nur zum Schlafen diente, sondern auch als Liege bei Tisch, haben die Ägypter ihr Bett tagsüber mit unzähligen Kissen bedeckt.

Im antiken Griechenland schlief man auf vierfüßigen hölzernen Bettgestellen, die mit Lederriemen bespannt wurden. Die erhöhte hölzerne Kopflehne wurde oft mit wunderschönen Schnitzereien versehen und verziert. Als Matratzenfüllung diente zur damaligen Zeit oft Schafswolle oder auch vegetabilische Faser.
Im Mittelalter war es für gut betuchte Adelsleute eine Mode in Himmelbetten zuschlafen. Auf dem Rahmengestell des Bettes befanden sich noch vier hohe Pfosten, die mit samtenen Vorhängen versehen wurden. Um nachts ungestört zu schlafen, wurden die Vorhänge zugezogen und um die schlafende Person herum bildete sich ein Alkoven. Vom Mittelalter an wurden Betten immer größer und breiter gebaut. Die Vorhangsstoffe wurden von Jahr zu Jahr erlesener und exquisiter und auch die Verzierungen wurden pompöser. Neben filigranen Schnitzereien befanden sich auch immer mehr kunstvolle Zeichnungen auf dem Gestell. Während die wohlhabende Bevölkerungsschicht auf weichen Matratzen nächtigen konnte, schliefen die ärmeren Leute in einfachen Holzgestellen, bei denen Strohsäcke als Matratzen dienten.

Heutzutage gibt es zahlreiche unterschiedliche Arten von Betten, aus denen wir wählen können. Sei es eine Liege mit Bettkasten, bei der Gestell und Matratze ein Bauteil sind, ein herkömmliches Ehebett, bei welchem man bei Bedarf die einzelnen Bettgestelle auseinander schieben kann oder ein französisches Bett, das bis zu zwei Metern breit sein kann. Beim Bettenkauf haben wir eindeutig die Qual der Wahl.