Morgenstern - Licht im Dunkel der Nacht

 

 

Unter dem Morgenstern versteht man nichts anderes als den Planeten Venus. Der Morgenstern ist am Himmel kurz vor Sonnenaufgang und kurz nach nachdem die Sonne untergegangen ist zu sehen. Mit anderen Worten ist der Morgenstern gleichzeitig auch der Abendstern. Beides sind daher unterschiedliche Bezeichnungen für die Venus.

Die Venus ist ein Planet, der sich in unserem Sonnensystem auf den äußeren Bahnen ansiedelt. Daher kann er der Erde niemals gegenüberstehen. Vor allem die menschliche Kunst und Kultur wurden maßgeblich vom Morgenstern beeinflußt. Nur die Sonne und der Mond haben ähnliche Bedeutung. So hat der Morgenstern schon Völker wie die Sumerer, Babylonier und auch die antiken Araber fasziniert. Sie alle sahen in dem Stern eine Verkörperungen Ihrer Göttin, die die Nacht zu erhellen vermag.

Das Wort „Morgenstern“ taucht auch in der griechischen Antike als Metapher für die Venus auf. Hier wurde der helle Punkt „Phosphoros“ („Lichtbringer“) genannt. Später  wurde er zum Synonym für die Liebesgöttin Aphrodite. Die Ägypter sahen  im Morgenstern ihre Göttin Isis und die Germanen die Göttin Freya. Man sieht also, dass die Renaissance sich auf uralte Traditionen stützte, als sie den Morgenstern mit dem Namen der römischen Liebesgöttin Venus bedachte. 


Im Altertum wurden auch Morgensterne aus Kupfer hergestellt. Allerdings dienten diese kugelförmigen mit Metallspitzen besetzten Werkzeuge als Waffen. Das Christentum sieht im Morgenstern einerseits ein Symbol für Jesus,andererseits spricht das Buch Jesaja vom Morgenstern in Vers 14 Absatz 12 auch vom Lichtbringer Lucifer.