Der Ottomotor wurde 1876 von Nikolaus August Otto erfunden und ist ein nach ihm benannter Verbrennungsmotor, bei dem der Kraftstoff während des Ansaugvorgangs in die angesaugte Luft eingebracht wird. Dies ergibt ein zündfähiges Gemisch im Zylinder. Im Gegensatz zum Dieselmotor zeichnet sich ein Ottomotor durch eine aktive Zündvorrichtung aus.
Das Einbringen des Kraftstoffs erfolgt durch einen Vergaser oder über eine heute meist elektronisch gesteuerte Benzineinspritzung in den Ansaugbereich oder in den Brennraum des Motors. Mit Hilfe einer Zündkerze wird kurzzeitig ein elektrischer Funkenüberschlag, der Zündfunke, erzeugt, mit dem das Gemisch zur zeitlich genau kontrollierten Explosion gebracht wird. Durch die sich stark ausdehnenden Verbrennungsprodukte entsteht ein sehr hoher Druck (über 100 bar) im Zylinder, der den Kolben in geradliniger Bewegung weg schiebt. Über die Pleuelstange wird diese Bewegung dann in die rotierende Bewegung der Kurbelwelle und die gewünschte mechanische Arbeit umgesetzt. Als Kraftstoff für Ottomotoren dient hauptsächlich Benzin, aber auch Gase (Flüssiggas, Erdgas, Biogas, Klärgas, Deponiegas, Grubengas) sowie Ethanol und Wasserstoff können abhängig von den Motoreinstellungen wie Zündzeitpunkt, Verdichtungsverhältnis, Verbrennungsluftüberschuss verwendet werden. Ottomotoren können prinzipiell als Zweitaktmotor oder als Viertaktmotor ausgeführt sein, wobei der Viertaktmotor heute die inzwischen gebräuchlichere Bauart ist.