Wasserkraft

 

Seit über 100 Jahren ermöglichen Wasserkraftwerke die Herstellung elektrischer Energie mit Hilfe von Wasserkraft.
So wurde auch die erste Drehstrom-Übertragung 1891 von Lauffen nach Frankfurt durch die Nutzung dieser Energiequelle ermöglicht. Und auch heute noch gewinnen Wasserkraftwerke, die die Energie der Wasserkraft in nützliche elektrische Energie umwandeln, immer mehr an Bedeutung. Der natürliche Wasserkreislauf macht die Wasserkraft zu einer umweltfreundlichen erneuerbaren und somit idealen Energiequelle für Ökostrom.
Die Wasserkraftwerke nutzen die Energie fließenden Wassers, das den Gesetzen der Schwerkraft folgt. Ihre Leistung ist vom Wasserspeicher abhängig, wo der Wasserstrom gesteuert und der Wasserstand aufrecht erhalten wird.
Ein Wasserkraftwerk funktioniert, indem es Wasser im Stauraum zurückhalt. Durch die Bewegung, die durch das abfließende Wasser entsteht, wird eine Wasserturbine oder ein Wasserrad in Drehbewegung gebracht. Die dadurch entstehende Energie wird unmittelbar oder über ein Getriebe an einen Generators weitergeleitet, der die mechanische Energie in elektrischen Strom umwandelt.
In Wärmekraftwerken wird Wasser hingegen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe oder Kernspaltungsvorgänge auf hohe Temperaturen erhitzt.

 

Dadurch entsteht Wasserdampf, der auf Turbinen übertragen wird, die die Generatoren antreiben. Elektrische Energie entsteht.
Ein Laufwasserkraftwerk, wie es die USA und Kanada gemeinsam betreiben, nutzt das Gefälle und den steten Durchfluss, in diesem Fall, der Niagarafälle.
Je nach Bauart und Größe des Elektrizitätswerkes, wird Strom zudem via Talsperre, Staumauer, Staudamm, Staustufe, Wehr (Wasserbau), Einlaufschütz, Treibgutrechen, Umspannwerk oder Rohrleitungen zwischen Wasserschloß und Maschinenhaus hergestellt.
Einer von den Vorteilen, die Wasserkraftwerke gegenüber Staudämmen bieten ist, dass sie Menschen nicht dazu zwingen umzusiedeln, und ihre Heimat zu verlassen. Die Flutung von Landflächen, die durch einen Staudamm verursacht wird, zieht die Ausrottung seltener Tier- und Pflanzenarten, und eine Störung des natürlichen Gleichgewichts der Natur nach sich. Durch gebrochene Staudämme entstehen Flutwellen, die Menschen in den Tod reißen.
Man mag sich gar nicht vorstellen, welche verheerenden Auswirkungen ein Bruch des Itaipu in Brasilien, mit 7.790 m Länge eines der größten Staudämme der Welt, nach sich ziehen würde.