Digitale Fotos – Reine Drucksache

 

Ein schöner Urlaub ist vorbei, der Speicherchip der Digitalkamera ist voll – Sie haben 1000 Bilder und doch kein Foto? Ob Sie diese selbst drucken, entwickeln lassen oder am Computer bearbeiten: so werden aus Bits und Bytes Andenken für die Ewigkeit.

Seit digitale Kameras Ende der 90er Jahre auf den Markt drängten, wächst der Absatz stetig – inzwischen besitzt jeder vierte Bundesbürger eine sogenannte Digi-Cam, Tendenz steigend. Bei digitalen Fotos wandern Impressionen auf Knopfdruck kinderleicht auf elektronische Speicherkarten. Falsche Belichtung, verwackelte Bilder oder ungewollte Schnappschüsse sind Schnee von gestern. Denn der Monitor im Fotoapparat zeigt das Bild sofort an. Missglückte Aufnahmen können einfach wiederholt werden.

Aber was dann? Wie kommen die digitalen Fotos ins Album? Der schnellste Weg führt über einen Tintenstrahldrucker. Man muss nicht erst warten, bis die digitalen Fotos entwickelt aus dem Labor kommen. Zudem hat man nach dem Ausdruck eine unmittelbare Bildkontrolle und kann schlechte Abzüge mit anderen Einstellungen und verschiedenen Papiersorten neu drucken. Mit Bildbearbeitungsprogrammen können digitale Fotos zu haus am PC selbst bearbeitet werden, was für Laien aber sehr zeitaufwendig werden kann. Manko dieser Methode sind aber die hohen Materialkosten, denn Papier und Tinte sind teuer. Mit gut einem Euro pro DIN-A4-Seite ist man dabei. Dazu wartet man je nach Druckermodell und Einstellungen bis zu acht Minuten auf seine ausgedruckten digitalen Fotos.

Die preiswertesten Abzüge von digitalen Fotos gibt es über das Internet, die Bilder werden einfach an das Labor über das Netz gesandt. Wenige Tage später sind die digitalen Fotos im Briefkasten für ca. 10 Cent pro Bild. Einen ähnlichen Service bieten auch Fotogeschäfte und Drogerien, wo die digitalen Fotos per Datenträger auf Terminals überspielt werden und man die gewünschten Abzüge in Auftrag gibt. Nachteile können lange Übertragungszeiten sein und Formatdifferenzen. Die meisten Kameras liefern digitale Fotos im Seitenverhältnis 3:4, fast alle Labore entwickeln dagegen im klassischen Format 2:3. Entweder fehlen so Teile vom bild oder es entstehen weiße Ränder. Am besten kürzt man selbst am PC die digitalen Fotos auf das Format 2:3. Das ist zwar aufwendig, lohnt sich aber immer.