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Unter einem Handygerät – kurz „Handy“ – versteht man ein kabelloses Telefon, welches seinen Besitzer überall begleiten kann. Bei Handys handelt es sich um Abkömmlinge der „normalen“ Telefone, welche im Zuge der technischen Entwicklung zunehmend portabler wurden. Den Anfang machte in Deutschland 1958 das erste Autotelefon, in den späten Siebzigern, frühen Achtzigern entstanden die ersten nur in Forschung und Wissenschaft eingesetzten Mobiltelefone, 1983 schließlich präsentierte Motorola mit dem Modell „Dynatac 8000x“ das erste im freien Handel erhältliche Handy, welches aus heutiger Sicht nicht nur riesengroß und schwer war, sondern mit knapp 4000 Dollar auch extrem teuer. Die Sprechzeit war zu diesem Zeitpunkt noch auf eine Stunde begrenzt. Als 1985 das auf kleinzelliger, analoger Technik basierende C-Netz eingeführt wurde, hatte dies zwar entscheidenden Einfluss auf die Verkleinerung der Außenmaße der mobilen Geräte, allerdings hatten sie immer noch mehr Ähnlichkeit mit Funkgeräten. 1990 kommt ein erheblicher Durchbruch, denn nach der Inbetriebnahme digitaler Mobilfunknetze kann man die Modelle nochmals erheblich verkleinern und 1992 schließlich tritt das Handy wie wir es kennen in Erscheinung: Motorola erfindet das International 3200, welches nach heutigem Maßstab immer noch ein Kasten ist, aber wie ein Handy aussieht. Seither gibt es kein Stoppen mehr, fast schon im Minutentakt werden immer kleinere, modernere Geräte auf den Markt gebracht, lediglich Nordkorea verbot das Benutzen von Handys im Jahre 2004. |
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