Motorradreifen

 

Alle Daten zur Feststellung der Reifendimension, sind auf der Seite für Motorradreifen ablesbar. Die Angaben zur Reifenbreite, dem Felgendurchmesser und der Tragfähigkeitsindex bestimmen die Reifendimension. Die Angaben auf dem Reifen müssen mit den Daten im Fahrzeugschein übereinstimmen, wobei Unterschiede zwischen Vorder- und Hinterradbereifung berücksichtigt werden sollten. Vielen der zugelassenen Motorräder werden Reifenhersteller und -modelle zudem vorgeschrieben, so daß eine persönliche Auswahl nicht erforderlich ist. Wenn dies allerdings erwünscht ist, kann der Verbraucher versuchen, die Reifenbindung vom TÜV ungeltend machen zu lassen, um selbst eine Entscheidung treffen zu können. Diese wird jedoch sicherlich von Vorgaben des TÜVs eingeschränkt werden. Eine weitere Möglichkeit, um die Entscheidungsfreiheit bezüglich der Reifenwahl einzuholen, ist der Erhalt einer Freigabebescheinigung durch einen Reifenhersteller. Die Bescheinigung erfordert keinen bürokratischen Aufwand, und der jeweils eingetragene Reifen darf genutzt werden. Interessierte können die Freigabebescheinigung beim Reifenhändler oder -hersteller und auch per Download aus dem Internet erhalten. Je nachdem wie viel km/h dem Reifen zugeordnet wird, wird dieser mit einem Buchstaben und weiteren ‚Zusätzen’ im Speed Index kodiert. P steht beispielsweise für 150 km/h.

In den Bauarten unterscheiden sich Motorradreifen zwischen Radialreifen, Diagonalreifen, und Diagonal-Gürtelreifen. Der gute Zustand und die Tragfähigkeit des Reifens ist, wie beim Auto, von der Einhaltung des vorgegebenen Reifenluftdrucks und dem Fahrverhalten abhängig. Der empfohlene Druck variiert, und ist abhängig der Beladung des Fahrzeugs. Informationen zum Reifendruck lassen sich in der Bedienungsanleitung des Motorrads oder Reifenhandbüchern der Reifenhersteller finden. Selbige empfehlen auch einen 5-6 Jahre alten, ungenutzten Reifen weg zu werfen, da Reifen auch während der Lagerung altern, und das Gummi spröde wird. Das ‚Alter’ des Reifens läßt sich an der Seitenwand des Reifens an der DOT-Nummer ablesen. Es handelt sich hierbei um eine vierstellige Zahlenfolge, deren ersten beiden Zahlen die Produktionswoche, und die folgenden das Produktionsjahr angeben. Zu beachten ist auch die vom Gesetzgeber vorgegebene Reifenprofiltiefe von mind. 1,6 mm. Der Reifen muß bei nicht gegebener Profiltiefe ausgewechselt werden, und der Motorradfahrer muß mit einem Bußgeld und 3 Punkten im Flensburger Verkehrszentralregister rechnen.